Bücherliste März

Marc Späni – Der Heiland aus dem Glasturm

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Inhalt:

Die klare und schnörkellose Sprache der Kurzgeschichten von Marc Späni erlaubt es den Lesern, sich ganz auf die Handlung zu konzentrieren. Sie finden sich in media res und werden förmlich dazu gezwungen, über das Geschehene nachzudenken: über Schuld und Sühne, über Sein oder Nichtsein, über Segen und Verdamnis der Liebe, über Zeit, die unaufhaltsam verstreicht und als Spur die einzige wichtige Frage hinterlässt – die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens.

Mein Eindruck:

Mir haben zwei der Geschichten aus der Sammlung gut gefallen, der Rest war eher nicht nach meinem Geschmack eher zu abgedreht oder hatte ein eigenartiges Ende. Ich komme zu dem Ergebnis, dass ich wohl eher für Bücher mit einer Erzählung geschaffen bin und nicht für solche mit gesammelten Werken. Zudem hat mich die Regionalität ein wenig gestört.

Eva-Maria Silber – Niemandsmädchen 

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Inhalt:

Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei von der engagierten Staatsanwältin Leyla Zapatka. Fast zeitgleich kollabieren im ostfriesischen Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen die beiden Frauen, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter.

Mein Eindruck:

Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an. Es ist so geschrieben, dass man einfach so hindurch „flutscht“. Paralell zur eigentlichen Geschichte gibt es einen parallelen Erzählsprung, zudem noch eine Katastrophen Geschichte, so etwas liebe ich ja und somit packte mich das voll und ganz. Bei den Charakteren ist auch für jeden etwas dabei, vom Unsympath, bishin zum Leserliebling. Die Thematik des Buches ist wirklich krass und für mich in dieser Art neu, da ich von dem Phänomen bisher noch nichts gehört hatte. Genauso ging es mir auch mit der Gehör-Krankheit einer Protagonistin, die für mich bis dato unbekannt war. So konnte ich zum Lesespaß zusätzlich noch etwas lernen. Zweifelsohne war die Geschichte manches Mal vielleicht ein wenig weit her geholt, bzw. unrealistisch, aber dennoch immer voller Spannung. Ich fühlte mich gut unterhalten!

Malte Klingenhäger – Nachbar Einsam

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Inhalt:

Abenteuerlust im Alter – nachdem die Kinder aus dem Haus sind und die Pensionierung schon einige Jahre zurückliegt, erinnert ein Herzinfarkt den einsamen Witwer Bernhard daran, dass er dringend einen neuen Lebenssinn braucht. Da kommt ihm die Suche nach seinem plötzlich verschwundenen Nachbarn Dagobert grade recht. Während er dessen aberwitzigem Geheimnis auf die Spur kommt und sich in brandgefährliche Konflikte zwischen Neo- und Altnazis begibt, trifft er auf eine Mitstreiterin, die ihm nicht nur altersmäßig das Wasser reichen kann. Ein humorvoller Krimi im ernsten Kontext von familiären Tragödien, starrsinnigen alten Männern und verblendeten Tätern.

Mein Eindruck:

Das Buch hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen und meine Erwartungen übertroffen! Wunderbar zu sehen, wie sich der Unsympath im Laufe der Geschichte entwickelt. Win wundervoller, sarkastischer Humor, lustige Slaptstick-Einlagen, die das wahre Leben herrlich ironisch auf die Schippe nehmen und das alles zu einer wirklich spannenden Geschichte, die mich zusätzlich positiv überrascht hat! Das Ende ist vielleicht ein wenig dick aufgetragen, kann einer spitzen Bewertung aber dennoch nicht im Wege stehen! Ein wirklicher Lesespaß!

Karin Koenicke – Warum Engel nie Mundharmonika spielen

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Inhalt:

Im Himmel ist die Hölle los! Grund dafür ist der alljährliche „Euromission Schutzengel Contest“, für den ein Engel ausgewählt werden muss. Es erwischt ausgerechnet den himmlischen Organisten Pasiel, der lieber Bach-Präludien spielen würde statt ins winterliche London hinabzufahren. Dass ihn der irdische Auftrag nicht nur musikalisch an seine Grenzen bringen wird, ahnt er nicht. Im Gegensatz zu ihm hat sein Schützling, eine junge Tätowiererin, mit Klassik nichts am Hut. Als toughe Großstädterin kommt sie auch mit den härtesten Kunden zurecht. Doch dieser altmodisch anmutende Organist, der sich um eine Stelle in ihrer Rockband bewirbt, verwirrt sie. Obwohl er ihr etwas weltfremd erscheint, ist sie von seiner Leidenschaft für Musik fasziniert. Warum ist er so anders als alle Männer, die sie kennt? Ein Roman über die Liebe. Über Leidenschaft und Musik.

Mein Eindruck:

Was für ein wundervoll himmlisches Buch, das keine Wünsche offen lässt! Zum einen lebe ich für die Musik, da finde ich mich bei den beiden Protagonisten doch in perfekter Gesellschaft, zudem singe ich selbst gern, wie die Rockröhre Eddie. Wie einfühlsam die zarten Gefühle aufflammen, wie diese beschrieben sind und sich vor dem geistigen Auge zu Bildern formen – das geht ans Herz. Ich habe das Buch wirklich sehr genossen, obwohl ich nicht der typische Liebesschnulzen-Leser bin. Doch ein typisches Buch ist diese Himmels-Geschichte auch wirklich nicht!

Sebastian Fitzek – Das Paket

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Inhalt:

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt …

Mein Eindruck:

Es war ein Fitzek, man konnte ihn nicht aus den Händen legen und dennoch wird es nicht mein Lieblingsbuch von ihm. Das ist natürlich ein Jammern auf hohem Niveau, schließlich liefert er mit jedem seiner Bücher Qualität. Bei diesem hatte ich jedoch das Gefühl, in einer Vorgeschichte stecken zu bleiben. Es war dennoch spannend und überaus unterhaltsam, dennoch packte es mich nicht so, wie manch anderes von ihm.

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