Lesechallenge „Elanus“ von Ursula Poznanski

Vor nicht allzu langer Zeit bin ich auf die wundervolle Seite Lovelybooks gestoßen und habe keine Ahnung, warum ich (als versierte Leseratte) sie erst jetzt entdeckt habe. Allen Bücherwürmern kann ich einen Besuch nur ans Herz legen, es lohnt sich! Unter anderem gibt es hier immer wieder Lesechallenges von neuen Büchern, bei denen man sich bewerben kann und mit Glück ein Gratis-Exemplar zur Verfügung gestellt bekommt. Ich hatte ziemlich schnell Glück und durfte das neue Buch „Elanus“ von Ursula Poznanski lesen.

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Klappentext: Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles. Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme. Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr. Drohnen, Überwachung, Manipulation, dunkle Geheimnisse – gekonnt webt Ursula Poznanski hochaktuelle Themen in ihren neuen Thriller.

Allgemein denke ich, das Buch war ganz ok. Teilweise fand ich es über längere Abschnitte etwas langatmig oder zu intensiv bzw. wiederholend erklärt. Der Protagonist ist nicht gerade ein Sympathiebolzen und nervt manchmal. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass das Buch mir gewisse Schlüsse nicht zutraut. Jedoch lässt es sich gut lesen und ist einfach geschrieben, sodass man keine hohe Konzentration dazu benötigt. Man darf ja auch nicht aus den Augen lassen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Zum Schluss hat es mich dann doch noch überrascht, als es wirklich an Fahrt aufnahm. Hier habe ich auch nichts mehr zu beanstanden, die letzten Kapitel sind klasse, sämtliche Erzählplots gelangen im Finale zusammen und werden gelöst. Auch das Ende ist sehr befriedigend und hinterlässt dieses seufzende „Hach ja…“-Gefühl. Alles in allem ein netter Lese-Zeitvertreib.

Wer gerne im Detail wissen möchte, wie ich das Buch bewerte, liest hier weiter. Aber ACHTUNG! Es werden Handlungen vorweggenommen und teilweise gespoilert, als nur dann weiterlesen, wenn das nicht stört!

Ich habe sehr schnell in das Buch reingefunden, der leichte Schreibstil tut da sein übriges. Außerdem finde ich die Menge der auftretenden Personen angenehm, die Namen, Beziehungen zueinander und Charaktere kann man sich gut merken. Jona finde ich auf Anhieb erstmal ziemlich unsympathisch. Natürlich steht er durch seine Intelligenz über den anderen, aber auch Empathie kann man lernen. Wie selbstvertändlich er es nimmt anderer Leben auszuspiobieren, selbst aber immer schön verschlossen zu bleiben (Charakter und Zimmer) ist Messen mit zweierlei Maß. Das schlechte Gewissen kommt etwas zu spät, auch wenn ich nicht dirket glaube, dass er für den Tod des Professors verantwortlich ist. Anfangs dachte ich ich sofort, dass Linda etwas mit dem Professor hat, als es im Buch dann aber als Verdacht zur Sprache kommt, bin ich davon wieder abgekommen: zu einfach. Bin nun also gespannt, wie es weiter geht und ob mir Jona noch sympathischer wird. Aber der Spannungsbogen ist ganz klar geknüpft und nach den ersten Leseabschnitten mag man Elanus auch nicht mehr aus der Hand legen. Apropos: NEIN ich möchte definitiv keine Drohne haben. Ich denke anhand von Jona zeigt sich schon, welche Zwickmühlen sich daraus ergeben. Ich gehe auf die Menschen lieber direkt zu, als mich in einem Lügengerüst zu verstricken oder Dinge zu erfahren, die ich lieber nicht gewusst hätte.

 

Auch auf den folgenden Seiten muss ich ehrlich zugeben, dass ich Jona immer noch nicht mag. Bisher hat er sich meiner Meinung nach nicht viel enwtickelt. Ja er ist hochintelligent, aber auf empathischer Ebene lernt er nichts dazu. Ich finde es erfrischend, dass als Gegenspielerin zu ihm nun Marlene erscheint, ein echter Sympathieträger. Das merkt unterbewusst auch Jona, auch wenn er das noch nicht wahrhaben oder verstehen will.
Ich denke schon, dass Jona beobachtet wird und hatte zuerst Aron in Verdacht, bin mir aber nicht zu sicher, ob das nicht zu vorausschaubar wäre. Eventuell steckt einfach viel mehr dahinter.
Das Buch liest sich immer noch gut voran und hat einen spannenden Wendepunkt erhalten, als Jona eingesperrt wurde. Nie und nimmer war das Schratter. Auch die Gastfamilie scheint da einen Fuß mit in der Tür zu haben, die ich übrigens auch nicht mag. Irgendwie sind alle drei nervig, unausgeglichen und eigenartig.
Was mich bisher am Buch ein wenig stört ist die immer wiederkehrende Beschreibung eines müden Gastvaters, einer fahrigen Gastmutter, des Autoprogramms, welches Elanus rechtzeitig nach Hause fliegen lässt.. das sind mir irgendwie zu viele Wiederholungen. Ich kann mir das auch beim erstmaligen Lesen merken (jetzt klinge ich so überheblich wie Jona, hihi).
Dennoch bin ich gespannt, wie es weiter geht!

Je weiter ich lese, glaube ich, dass sich die Verschwörung auf größere Kreise bezieht. Der unschuldige Kreis (Kolja, Lichtenberger, Linda) und der der etwas zu vertuschen versucht (Frau Lichtenberger mit dem idealen Platz alle ins Koma zu versetzen, jemand der die Menschen ins Krankenhaus bringt, Schatter usw). Wie die Gastfamilie ins Bild passt, will mir noch nicht ganz einleuchten. Die Drohne wurde von Aron entdeckt, schätze ich und hat nichts mit der Verschwörung zu tun. Es bleibt wirklich spannend und ich lese einfach mal schnell direkt weiter.

So langsam wird es doch spannend. Mir wimmelt es zwar immer noch an zu vielen Wiederholungen, aber die Langatmigkeit spitzt sich allmählich zu. Meine Puzzleteile fügen sich ehrlich gesagt noch nicht, obwohl ich mit einem Aha-Effekt am Ende rechne. Ich wäre vermutlich zu dem Treffen mit Schratter gefahren, auch wenn ich dabei nicht damit gerechnet hätte, ihn auch wirklich anzutreffen. Na gut, jetzt will ich echt wissen, wie alles zusammenhängt, jetzt lese ich es zu Ende!

Der Schluss des Buches hat den teilweise langatmigen Rest auf jeden Fall wieder wett gemacht. Das war wirklich ein spannendes Finale und nahm so richtig an Fahrt auf. Außerdem blieb keine Frage offen und das Ende ist sehr zufriedenstellend. So mag ich das.
Die gefährliche Entscheidung von Jona konnte ich nicht nachvollziehen, das war schon Überstrapazierung von Glück. Die Entscheidung mit der das Buch endet, finde ich klasse, da sie auch zeigt, wie sehr sich Jona entwickelt hat,

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