Bücherliste Mai

Elizabeth Gilbert – Eat Pray Love

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Inhalt:

Elizabeth beschließt, ganz von vorne anzufangen. Sie lässt New York hinter sich und tritt die Reise ihres Lebens an: Dolce Vita in Italien, Meditationslehre in einem indischen Ashram und schließlich die glückliche Balance zwischen innerem und äußerem Glück auf Bali. Der ehrliche und bewegende Erfahrungsbericht von Elizabeth Gilbert ist ein preisgekrönter, internationaler Bestseller.

Mein Eindruck:

Noch nie lag ein Buch so lange angelesen bei mir herum. Wofür aber das Buch nichts konnte. Ich habe zuerst den Film gesehen, nachher noch das Buch zu lesen ist doch recht schwerfällig. Doch nun ist es durchgezogen und es war sehr interessant. Zumal es sich hierbei ja um die echte Lebensgeschichte der Autorin handelt, die sich teilweise wirklich so liest, als könne das nicht passiert sein. Besonders detailliert werden Orte und Kulturen beschrieben, was man mögen muss. Ich fand das Buch gut, nicht mehr, nicht weniger.

Manuel Krems – Zum Freitod

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Inhalt:

Ernie will sich mit Schlaftabletten das Leben nehmen. Da er die Tiere auf seinem Hof nicht ihrem Schicksal überlassen will, schneidet er ihnen vor dem ‚Schlafen gehen‘ die Kehlen durch. Allerdings war die Dosierung seiner Medikation dilettantisch, nach einem Nickerchen ist er das blühende Leben, seine Tiere jedoch sind tot.
Davon unbeeindruckt steigt er in seinen Benz und begibt sich auf die Suche nach der perfekten Mauer. Als er diese gefunden geglaubt, reicht die Geschwindigkeit lediglich zu einem Totalschaden. Er steigt aus und steht vor dem Freitod, eine Kneipe deren Namen Programm ist: Männer, die wie er des Lebens überdrüssig sind. Männer, die den unsäglichen Fehler begehen ihm Eintritt zu gewähren…

Mein Eindruck:

Was für ein krankes Buch! Was ganz harmlos und beinahe witzig in einer Kneipe mit dem Namen „Zum Freitod“ beginnt, wird auf einmal mit einer krassen Wendung zu einem absolut abgedrehten Psycholauf. Ich konnte teilweise nur mit dem Kopf schütteln, musste aber dennoch weiterlesen. Grausam und abartig, aber dennoch mit Handlung und guter Beleuchtung der einzelnen Charaktere. Einfach nur krass! Aber auf eine perfide Art und Weise auch gut.

Sarah Kuttner – 180° Meer

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Inhalt:

Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat. Eine tragikomische Road-Novel über das komplizierte Verhältnis zu den eigenen Eltern und den Wunsch, Urlaub von sich selber machen zu können.

Mein Eindruck:

Wieder ein klasse Buch von Sarah Kuttner, die es versteht uns in Gefühlswelten Einblicken zu lassen, von denen wir erstmal (zum Glück?) nichts verstehen. Nachdem man aber gelesen hat, kann man Gedankengänge nachvollziehen, Verständnis aufbringen und ein bisschen anders auf andere, scheinbar „andersartige“ Menschen zugehen. Dazu schreibt sie noch in einem ganz wunderbaren Stil, der sich einfach so „weglesen“ lässt.

Brigitte Cleve – Meerraben

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Inhalt:

Ein Leben für die anderen, bestimmt von anderen: Lina Martens gehört zur Generation der Kriegskinder, hat Flucht und die Not nach dem Krieg erlebt, eine gestrenge Mutter und die Moral der Wirtschaftswunderzeit. Das alles hat sie genügsam erduldet, zumal ein früher „Fehltritt“, ein uneheliches Kind, sie dankbar machte für die freudlose Versorgungsehe mit dem gefühlskalten Carl. Doch nun, inzwischen 72-jährig, steht sie nach Carls Tod mit leeren Händen da, versorgt, aber einsam und verschüchtert. Doch ihre Sehnsucht lebt noch immer. Das Wiedersehen mit einem Bekannten der Jugendzeit weckt die Gedanken an die verdrängte, weil schwere Jugendzeit, aber erweist sich als wundersamer Neuanfang – und als Weg in ein spätes Glück. Brigitte Cleve hat einen einsichtsreichen Roman geschrieben, treffsicher und ungemein unterhaltsam.

Mein Eindruck:

Das Buch hat sich gut weggelesen. Die Protagonistin symbolisiert eine Frau ihrer Zeit. Im Krieg groß geworden, Ehe nicht der Liebe wegen, Entscheidungen aus Vernunft, Ängste aus Kriegszeiten, ich denke das spricht leider für eine Ära – doch unsere Hauptdarstellerin lernt aus der Vergangenheit, erkennt Verhaltensmuster und startet nochmal neu ins Leben. Getreu dem Motto „Besser spät als nie“. Das macht sie unheimlich sympathisch und nachvollziehbar. Das Buch ist zwar irgendwie vorausschaubar, eine Frage bleibt für mich ungeklärt, das Ende ist jedoch überraschend. Mir hat´s alles in allem gefallen.

Nele Neuhaus – Eine unbeliebte Frau

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Inhalt:

Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen. Doch was hat den Staatsanwalt in den Tod getrieben?

Mein Eindruck:

Na das war mal wieder spannend. Habe länger keine „Reihe“ gelesen, dies ist das erste einer solchen Krimi-Reihe. Hier gab es wirklich ständig neue Irrungen und Wirrungen. Die Lösungsansätze des Falls wurden oft neu gemischt. Das hat zwar für spannend gesorgt, ebenso aber beinahe ein wenig zu viel für Verwirrung gesorgt. Viele Namen und Komplotte, die es hier zu verinnerlichen gab. Dennoch hat es gefallen, was nicht zuletzt an den sympathischen Ermittlerin lag. Denke, ich werde der Reihe eine weitere Chance geben.

Zeno Diegelmann – Kaltengrund

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Inhalt:

Ein schwerer Schneesturm schneidet die Dörfer der Hohen Rhön von der Außenwelt ab. Doch Kommissar Klaus Seeberg muss in das Dorf Kaltengrund, um den dreißig Jahre zurückliegenden Mord an einem Grenzsoldaten aufzuklären. Während seiner Ermittlungen stößt er bei den Einheimischen auf eine Mauer des Schweigens. Aber er bleibt hartnäckig, denn er glaubt, dass die Spur ihn auch zu den Verantwortlichen für den Mord an seiner Tochter führt. Hochspannend – Kommissar Seeberg ermittelt in eigener Sache.

Mein Eindruck

Wie cool ist es denn, einen Krimi über die eigene Heimat zu lesen. Zu wissen, welche Orte der Autor gerade beschreibt und wo er sich befindet. Die Eigenarten der Personen oder der Natur persönlich zu kennen. Doch nicht nur das macht diesen Krimi aus. Ich kann ihn auch jedem ans Herz legen, der die Rhön und seine Umgebung nicht kennt, denn er ist äußerst spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Die unterschiedlichen Kapitel mit Rückblenden, sowie Schilderungen der Gegenwart, die in der Auflösung der Geschichte gipfeln und dennoch einen Überraschungsmoment bereithalten sind fantastisch. Top-Empfelung!

Sebastian Fitzek – Passagier 23

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Inhalt: 

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Mein Eindruck:

Fitzek – ich liebe seine Bücher! Auch dieses wieder ein voller Erfolg. Spannend, fesselnd und bis zum Schluss mit mehr als einer Überraschung. Dabei geht nicht immer alles positiv aus, was genauso erfrischend ist, wie der abgefuckte Protagonist, der empathisch nicht auf dem Treppchen landet. Doch genau das macht es interessant und nicht so vorausschauend wie in vielen anderen Büchern. Kreuzfahrten einfach mal von einem ganz anderen Standpunkt beleuchtet – ich hätte trotzdem noch Lust darauf.

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