Frohe Ostern!

„Pssst, wisst ihr was ich gerade gehört habe? Jesus ist gar nicht tot: Jesus lebt!!!“

Ich komme gerade aus der Ostermesse. Ich trage ein breites Grinsen mit mir umher, strahle in mich hinein und aus mir heraus. Möchte das teilen und andere damit anstecken. Es ist Ostern, Jesus lebt, die Welt ist voller Hoffnung, die Welt ist schön!

Ich bin heue morgen noch vor dem Weckerklingeln aufgewacht. Das allein lässt mich freudig in einen Tag starten. Ich habe es mir mit einem Buch auf der Couch gemütlich gemacht und dabei genüsslich einen Kaffee getrunken. Meinen ersten Kaffee nach 6 Wochen. Daher weiß ich, wovon ich rede, wenn ich das Wort genüsslich benutze. Es war ein Fest. Ewig war ich nicht mehr so wach, meine Sinne geschärft, mein Blick klar. Es war wundervoll. Diese Freude kann man nur erleben, wenn man längere Zeit auf etwas verzichtet hat. Doch weder das Schokoladenei, noch das leckere Lammfilet konnten mich so erfreuen, wie diese Tasse Kaffee! Ist nun Kaffee mein Gott? Nein. Ich bin Gott dankbar, dass es Kaffee gibt! Generell bin ich an Ostern von Freude erfüllt. Nach 6 Wochen Verzicht, der in der Traurigkeit des Karfreitags gipfelt, geht es wieder bergauf. Jesus lebt, ist auferstanden, nach Todesqualen. Er schenkt uns Hoffnung, lässt uns feiern und bereitet uns diese wundervolle Freude. Ostern, das größte Fest im Kirchenjahr. Beruht unser Glauben doch genau auf diesem Wunder und der Dankbarkeit an das Opfer.

So bin ich mit meinem Strahlen in die Kirche gefahren und habe es den kompletten Gottesdienst auf den Lippen behalten. Wie schön haben wir gesungen, wie freudig war die Stimmung, voll Stolz wurde der Glauben erneuert und bestärkt, die Hand des nächsten herzlich beim Friedensgruß gehalten und nach der Messe trotz Regen den Umstehenden ein fröhliches Frohe Ostern entgegen geschmettert! Hat man doch einen großen Teil seines Lebens in dieser Kirche gefeiert, wurde dort getauft und hat die Menschen und bekannten Gesichter leben sehen. Ist das Leben nicht schön? Trotz aller Trauer und Widrigkeiten auf der Welt. Aber ist in uns nicht immer eine Hoffnung darauf, dass es besser wird, dass da noch etwas kommt, dass man Licht im Dunkel findet? Das mag sich alles sehr abgedroschen und unglaublich gläubig anhören. Viele haben bei der ersten Erwähnung von Kirche oder Gott vielleicht gar nicht weitergelesen. Solltet ihr dies doch getan haben, sage ich Danke! Vor ein paar Wochen hatte ich eine tolle Begegnung im einer Kneipe. Zwischen Alkohol und Zigaretten kam ich ins Gespräch mit einem faszinierenden Mann. Er bekannte sich offen zu seinem Glauben, erzählte davon so mitreißend, dass selbst die Herzen von Menschen erreicht und bewegt wurden, die rein gar nichts mit Gott am Hut haben. Ich denke seitdem oft an diesen außergewöhnlichen Abend zurück und freue mich solche Menschen kennenlernen zu dürften. Ich höre immer mal, dass es schön ist, welch positiver Mensch ich bin, anderen mit Kleinigkeiten Freude bereite und gerne mein Lächeln schenke. Das beruht jedoch eben alles in meinem Glauben. Mein oberstes Gebot ist die Nächstenliebe. So wurde ich erzogen, so hat es sich in meinem Leben bewährt.

Dabei ist es völlig unerheblich, wie ich das nenne, an das ich glaube. Ob es das Universum ist, ein Gott, Allah oder der Mensch an sich. Jeder glaubt ein bisschen anders an irgendwas. Und das ist gut so. Mir liegt fern, jemanden zu bekehren oder zu einer Richtung des Glaubens zu drängen. Wer überhaupt glaubt und Hoffnung hat, der kann daraus Kraft schöpfen. So tue auch ich es. Zumindest bin ich bemüht, meine Mitmenschen zu akteptieren und sie zu tolerien. Aus welchem Antrieb auch immer. Deshalb hüpfe ich fröhlich durch diesen Sonntag, trinke bestimmt noch einen Kaffee, freue mich des Lebens und bin jetzt schon glücklich, dass ich morgen Ostern mit meiner Familie feiern werde. Denn wenn mein Glaube das Fundament ist, dann sind meine Familie und meine Freunde die Steine und der Lehm, die mein Heim zusammenhalten.

Wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein,  um uns gut zu verstehen.

Daher wünsche ich aus vollstem Herzen jedem einzelnen von euch: Frohe Ostern!

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