Bücherliste Januar

So, der erste Monat des Jahres ist vorüber und das waren die 8 Bücher, die ich gelesen habe (in gelesener Reihenfolge):

Enrico Bretschneider – Krähen und andere schwarze Geister

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Inhalt: 

Die Welt ist ein stiller Ort geworden. Menschen, Tiere und Gegenstände sind zu bewegungslosen Karikaturen des Lebens erstarrt. Die Zeit rückt nicht weiter, selbst das Rot der Abendsonne scheint unvergänglich.

Constantin Helada kommt in einem Krankenhaus zu sich und findet dort nur einen einzigen Menschen vor, der noch fähig ist, sich zu bewegen: Seine Freundin Konstanze Scheffer. Doch diese leidet an Katatonie und kann weder sprechen noch
gehen. In einem anderen Teil der erstarrten Stadt glaubt Arina Rosenberg, dass sie in der Welt der Toten sei und hier ihren verstorbenen Sohn finden könnte.
May-Lin Sun-Qian ist von der Menschheit enttäuscht, versteckt sich in einer verlassenen Bibliothek und züchtet Bücherwürmer. In einem Drogen- und Sexrausch verliert Ragna die Kontrolle über sein Handeln und gerät in die Fänge eines menschenverachtenden Clans. Inhalt

Eine lange Reise beginnt und verbindet die Schicksale dieser Personen. Einsame Orte, geräuschlose Straßen, kahle Strände, ein erstarrter Ozean und eine Oktoberdämmerung, die nie vergehen will, zeigen den Weg in eine Welt, in deren Mittelpunkt die Zeiten verschiedener Realitäten zusammenfließen.

Mein Eindruck:

Mit Beendigung des ersten Teils, habe ich mich bereits auf das zweite Buch des Autors gefreut. Selten hat es eine Geschichte in diesem Ausmaß geschafft, mir die fantasievollsten Welten vorzustellen. Zudem lese ich solche Romane eigentlich gar nicht, war aber wieder so begeistert, wie beim ersten Werk. Mich störte weder die Länge des Buches, noch habe ich an irgendeiner Stelle gedacht, wie langweilig es doch sei. Die Charaktere sind wundervoll geschildert und beleuchtet. Der Erzählstil so lebendig und wundervoll, dass ganze Welten im Kopf entstehen. Dabei stört es auch nicht, wenn man das erste Buch noch nicht gelesen hat, da relevante Teile der Geschichte erneut beschrieben werden. Dennoch würde ich empfehlen, beide zu lesen. Das Ende lässt auf weitere Geschichten hoffen.

 

Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

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Inhalt: 

„Ein ganzes halbes Jahr“, das hat er seiner Mutter versprochen, wird er seinen Entschluss überdenken. Wenn er dann seine Meinung nicht geändert hat, will er in einer Schweizer Klinik Sterbehilfe in Anspruch nehmen – und seinem Leben ein Ende bereiten. Wohlhabend, intelligent und mitunter zynisch: Das ist Will Traynor, 35 Jahre alt und seit zwei Jahren querschnittsgelähmt. Mit dem Verlust der Fähigkeit, sich zu bewegen, hat er auch die Lust am Leben verloren. Einen Selbstmordversuch hat er bereits hinter sich, als seine Mutter eine neue Pflegerin engagiert: Lou.

Mein Eindruck:

Eine Geschichte, die sich einfach so wegliest. Schöne Unterhaltung für zwischendurch. Die Story ist zwar vorausschaubar, aber dennoch hübsch zu lesen. Die Charaktere werden gut beleuchtet und haben beide ihre eigene Geschichte, die angerissen wird, bis sie zu einer Einheit gipfelt. Insbesondere die Problematik eines Gelähmten wird sehr gut beschrieben. Sorgen, Ängste, Probleme, die man von außen nicht bedenkt. Was anfangs als seichte Romanze scheint, wird doch noch ergreifend. Zwei Tränchen musste ich wegdrücken.

 

Dave Eggers – Der Circle

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Inhalt: 

Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …

Mein Eindruck:

Erschreckend, wie viel davon doch schon wahr ist. Erhobener Zeigefinger, den hoffentlich einige sehen. Die Hauptperson ist mir jedoch zu platt, zu stumpf, zu naiv.

 

Harlan Coben – Ich finde Dich

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Inhalt:

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach ihr. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …

Mein Eindruck:

Ich fand es unglaublich spannend und habe es in einem Rutsch fertig gelesen. Ein sympathischer Protagonist, der einfach nicht locker lässt – Spannung, Überraschung, Wendungen mit denen man nicht rechnet, ein plausibles Ende. So mag ich das.

 

Joe Hill / Stephen King – Vollgas

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Inhalt:

Das unerbittliche Kräftemessen zwischen einem Trucker und einer verbrecherischen Motorradgang in der Wüste von Nevada.

Mein Eindruck:

Kurz und schmerzlos. Spannend von der ersten Seite an. Nicht zu viel Informationen, knapp auf den Punkt. Fesselnd in einem Rutsch gelesen. Vollgas, besser hätte man es nicht nennen können. Man ist sofort in der Geschichte drin und kommt erst mit Zuschlagen des Buches wieder heraus.

 

Katja Hünniger – Gefühlskind

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Inhalt:

Nach vielen Jahren der Verzweiflung, befreit sich die junge Mutter Kaja von ihren Fesseln und löst damit eine familiäre Tragödie aus; sie findet ihren Ehemann erhangen am Dachbalken.
In dem nun beginnenden Kampf für ihre Kinder und um ihr Anders-Sein, überschreitet Kaja die Grenzen zwischen Leben und Tod, Liebe und Schmerz; wird bei ihrer temporeichen Reise durch das Leben mit Morddrohungen konfrontiert und muss auf der Flucht auch noch befürchten, ihre Kinder zu verlieren.

Mein Eindruck:

Sehr mitnehmend. Das Buch beginnt und man erwartet etwas völlig anderes. Wüsste man nicht, dass das Buch autobiografisch ist, würde man kaum vermuten, dass so eine Story wahr sein kann. Fesselnd in einem Rutsch durchgelesen, mit sehr angenehmer Sprache vefasst. Ich warte auf die Fortsetzung!

 

Christoph Scholder – Oktoberfest

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Inhalt: 

Das Gas wirkte in Sekunden. Plötzlich war es in dem riesigen Bierzelt still. Totenstill.
Der zweite Wiesn-Sonntag. Weiß-blau erstreckt sich der Himmel über München, Tausende strömen auf das größte Volksfest der Welt. Partystimmung, so weit das Auge reicht, ausgelassen tanzen die Leute in den riesigen Zelten. Niemand ahnt, dass dieser Nachmittag um exakt vier Minuten vor sechs in einem Höllenszenario enden wird. Denn genau zu diesem Zeitpunkt gibt Oleg Blochin, der skrupellose Kommandeur einer russischen Elite-Soldateska, seinen Männern den Befehl, das Betäubungsgas im ersten Bierzelt freizusetzen. Und das ist erst der Anfang: Schlag auf Schlag geht es weiter, 70 000 Menschen werden zu Geiseln in einem hochriskanten Spiel auf Leben und Tod …

Mein Eindruck:

Wow! Einfach nur wow! Eine Szenerie, die aktueller kaum sein könnte, Terrorismus, direkt vor der Haustür in unglaublichem Ausmaß. Ein wahrer Schocker, wahnsinnig spannend und mit sehr interessanten Hintergrundinformationen. Man kann sich direkt vorstellen, wie es sein könnte und DASS es sein könnte. Hat mich beeindruckt und ist im Januar meine absolute Weiterempfehlung!

 

Christoph Meckel – Licht

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Inhalt: 

„Dieses Buch, das in einer hochpoetischen, von Leidenschaft durchglühten, Sprache geschrieben ist, zu loben oder nicht zu loben, fällt gleichermaßen schwer. Denn das Erstaunen überwiegt das Entzücken, die Nachdenklichkeit jede ablehnende oder zustimmende Empfindung. Wie ist das möglich bei einer Erzählung, die von nichts anderem erzählt als einer Liebe? Was Fremdheit unter Menschen ist, hier unter Liebenden, kann wohl nicht schockierender erzählt werden. Meckel will sagen: Wir kennen einander nicht. Licht ist Blendung. Die Nachdenklichkeit, die zurückbleibt, entkräftet die formalen Einwände. Meckel war nie besser als in diesem gegen alle Vernunft konzipierten Buch.“

Mein Eindruck:

Etwas ganz anderes. Aber nicht so richtig mein Fall. Der Erzählst ist sehr blumig und bildhaft. Lange bunte Sätze reihen sich aneinander. Man weiß bis zum Ende nicht so richtig, wohin die Reise gehen soll. Es war nicht schlecht, aber auch nicht der Reißer. Sehr abruptes Ende.

 

Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

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Inhalt:

Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen …

Mein Eindruck:

Bekannte Fitzek-Manier, klasse Schreibstil, voller Überraschungen und Spannung. Absolut nicht voraussehbar, ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich zweimal laut und ungläubig: „NEIN!“ gerufen habe. Er hat´s halt einfach drauf!

 

 

Wer jetzt genau gezählt hat, kommt nicht auf acht sondern auf neun Bücher. Das liegt an der Kurzgeschichte „Vollgas“, die ich nicht als vollwertiges Buch rechnen kann!

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