Der Kühlschrank-Krieg

Eine Abteilung ist immer eine Zusammenstellung verschiedenster Menschen, die sich in der Freizeit vielleicht nie über den Weg gelaufen wären. Und das ist oft auch gut so. Jedoch lassen sich die ein oder anderen Berührungspunkte nicht vermeiden. So muss man eben alltägliche Dinge miteinander teilen, auch wenn die Meinungen dazu stark voneinander abweichen. Ich rede konkret vom Kühlschrank der Abteilung. Rettungsanker, Streitthema, biologische Waffe – in ihm steckt sehr viel Potential. 

„Nun räumt doch endlich mal auf!“ (vielleicht ist das meine Ordnung?!)

„Der Joghurt ist längst abgelaufen!“ (MINDESThaltbarkeit, das heißt, dass man ihn vermutlich auch länger essen kann)

„Wer hat da seit Wochen sein Essen vergessen?“ (Wie kann man denn bitte Essen vergessen???)

Ja, natürlich. Leben und leben lassen, das denke ich ja auch. Das richtige Kühlschrank-Battle begann aber damit, dass die Temperatur immer wieder auf „€“ gestellt wurde, was bekanntlich eher einem Versteck in einer dunkeln Ecke des Büros gleichkommt, denn einem Kühlschrank. Immer wieder habe ich die Temperatur nach unten korrigiert, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass der Inhalt schon wieder Ferien auf den Kanaren und nicht in Alaska gebucht hatte. Ich kann bestimmte Lebensmittel einfach nicht essen, wenn sie warm sind. Da könnte ich sie auch auf den Schreibtisch stellen.. Ich bin nicht egoistisch, aber seid ehrlich, sollte mir eine Speise oder ein Getränk aus dem Kühlschrank zu kalt sein, kann ich es immer noch heraus nehmen und mit dem Verzehr ein wenig warten. So wäre allen geholfen. 

Zum Glück bin ich im stillen, langatmigen und ausdauernden Kriegsführen Meister. So gingen die Temperaturen im Kühlschrank eben auf und ab, je nachdem, wer zuletzt daran gedreht hatte. 

Gestern hörte ich im Flur ein Gespräch, dessen Inhalt der Kühlschrank war: 

„Sowas gibt es doch nicht, da ist mir wirklich die Milch in der Kühlschranktür schlecht geworden, die war frisch geöffnet!“

Ach….! Ich korrigiere das Temperaturrädchen ein letztes Mal nach unten und lache still in mich hinein.

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