No. 12 | 365 Wunschgedanken

„Wir sollten unsere Fühler möglichst oft ausstrecken. Nach außen – und nach innen“

Krisen – oft steckt man von heute auf morgen plötzlich drin. So denkt man zumindest. Meist zeichnet sich dies aber viel länger ab. Bis man aber so weit ist, sich dessen bewusst zu werden, ist es kein einfacher Weg. Zu oft habe ich es bereits bei mir selbst oder auch im Freundes- und Bekanntenkreis erlebt. Du funktionierst, alles läuft irgendwie so dahin, scheint zu funktionieren bis meist nur irgendeine Kleinigkeit schief läuft und prompt ein Kartenhaus zusammenzustürzen scheint.

Alles ist anders, die Kraft ist weg, die eigene Energie fließt aus einem imaginären Loch aus dir heraus, du siehst dich mit hängenden Schultern auf dem Boden sitzen und würdest einfach gerne fliehen. Weg von den Problemen, von deinem Leben, von all den Mitmenschen und Gegebenheiten!
Vielleicht warst du jahrelang für andere da, hattest immer ein offenes Ohr für alle, hast geholfen und vermittelt, wo du nur konntest. Das machte dir nichts aus, du hast das gern gemacht. Ich bin selbst mit einem Helfersyndrom „gesegnet“ und weiß, dass man davon nicht so leicht abkommt. Will ich auch oft einfach nicht, da es mich zu dem Menschen macht, der ich bin und den ich mag. Jedoch hast du über die komplette Zeit dich selbst vergessen. Der Moment des Zusammenbruchs war unweigerlich und in der Schwebe stand letztendlich nur der Zeitpunkt, wann es so weit ist.

Dein Lebensweg geht nicht gerade ohne Steine oder Steigungen an den schönsten Landschaften vorbei. Das wäre doch auch langweilig. Wichtig ist, dass du ihn mit Bedacht gehst, dich umschaust und immer mal wieder die Frage stellst: Laufe ich hier noch richtig oder sollte ich vielleicht den kleinen ungemütlichen Pfad dort an der Ecke nehmen um zu sehen, wo der mich hinführt? Auch wenn der ganze Weg voller Hinweisschilder, Meinungen und guter Ratschläge gepflastert ist – außer dir wird ihn niemand gehen, daher solltest auch du allein entscheiden, wo die Reise hinführt.

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