Was ist aus den Hobbys geworden, die man früher in Freundschaftsbüchern angab?

Es war Montag. Die Motivation bleibt üblicherweise noch im Sonntag hängen, doch gestern war es irgendwie anders. Ich bin am Schluss des Wochenendes mit dem Gedanken ins Bett gegangen, dass es an der Zeit ist, mal wieder Dinge in die Hand zu nehmen, die man früher voller Leidenschaft getan hat oder die seit langem auf der To-Do-Liste stehen. Das macht nicht nur Spaß, das tut auch gut, einfach mal wieder etwas anderes zu tun, als das was man alltäglich macht. Das kann bei jedem natürlich unterschiedlich ausfallen. So stand früher in den Fragebögen unter „Hobby“ bei mir meist Folgendes:

• Singen
• Zeichnen
• Lesen
• Schwimmen


Was ich davon noch regelmäßig mache? Nunja. Singen ist und bleibt eine Leidenschaft für mich. Natürlich singe ich täglich, Zuhause, unter der Dusche, im Auto usw. Und ganz besonders ist, dass ich dies sogar seit ein paar Jahren in unserem Karnelvalsverein auf der Bühne machen darf. So auch wieder die letzten zwei Wochenenden auf unseren Fremdensitzungen. Ich liebe diese Aufregung kurz vorm Auftritt, den Kick, wenn die ersten Töne auf der Bühne erklingen und man seine eigene Stimme über die Lautsprecher hört und natürlich schlussendlich den Applaus.


Auch das Zeichnen habe ich wieder ins Auge gefasst, wenn auch nur im kleinen Rahmen. So suche ich mir jeden Tag Avatar eines Twitterers heraus und zeichne diesen im Schnelldurchlauf. Das macht mir Spaß und eventuell auch den betroffenen Personen.


Lesen habe ich nie wirklich aufgegeben, könnte ich gar nicht. Da verzichte ich lieber auf andere Dinge, anstatt keine Bücher (oder mittlerweile das kindle) in die Hand zu nehmen. Dennoch gibt es so schöne Dinge wie Twitter oder amerikanische Serien, die einen doch gerne mal davon ablenken. Wenn man aber mit beidem Maß hält und frühzeitig den Fernseher ausschaltet oder das Handy zur Seite legt, kann man vorm Schlafengehen auch noch ein paar Kapitel lesen (mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass man besser einschläft).


Ja, Schwimmen. Ich habe da noch eine 10er-Karte zuhause rumliegen und sollte auch unbedingt wieder etwas tun. Vom Sport-Suchti zum Sofahocker.. Pilates, Schwimmen, Mountainbike, Laufen, Tanzen.. alles eingeschlafen seit meinen wochenlangen Kopfschmerzen. Die Schmerzen sind weg, die Motivation auch. So geht’s nicht weiter. Denn gerade Sport ist der gute Laune Bringer mit positivem, gesundheitlichem Nebeneffekt.


Früher habe ich auch gerne Handarbeiten gemacht. Genäht, gehäkelt… ich mochte einfach das Gefühl etwas geschaffen zu haben. So bin ich gestern los, habe mir Wolle gekauft und mache einem lieben Menschen nun einen Schal. Das sind kurzfristig schnell realisierbare Dinge, die Freude schaffen und für die man sich kein Bein ausreißen muss.


Gut, ich habe das nun erst zwei Tage durchgezogen, kann aber schon sagen, dass ich mit einem ganz anderen Gefühl den Tag beende. Nämlich mit dem Gefühl, etwas getan zu haben und keine Lebenszeit verschwendet zu haben. Ich bin einfach zufrieden. So soll es bleiben!
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