„Schrottstoff“ Tausch 2016

Hier gibt es eine wirklich tolle Idee zu sehen! Hat nicht jeder einen Stoff zu hause liegen, der nicht mehr benötigt wird und immer weiter unberührt in den Tiefen des Schrankes verschwindet? Wäre doch schön, wenn man damit noch jemandem eine Freude machen könnte, erst recht, wenn man auch noch etwas im Tausch dafür erhält.

Ich würde mich gerne beteiligen und meinen „Schrottstoff“ seht ihr hier:

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Der Stoff liegt auf 140 cm Breite. Davon sind noch ca. 42 cm übrig. Ungefähr 35 cm gibt es noch in 100 cm Breite, sowie zusätzlich einen kleinen Rest, wie auf dem Bild zu erkennen.

Auszug aus der Idee: 

„Ich grüße Euch und ich muss sagen, ich bin ganz aufgeregt, denn dank einer lieben Freundin habe ich heute eine Idee und Aktion für Euch, die echt mal etwas anderes ist und ich hoffe eine Menge Spaß…“

Quelle: „Schrottstoff“ Tausch 2016

Da ging doch was schief

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Der Plan war ein Set bestehend aus längerem Oberteil zu passend gestalteter Leggings. Gesagt – getan und doch nicht richtig hinbekommen.

Oberflächlich betrachtet könnte man es als hübsch betrachten, leider bin ich am Kragen absolut verzweifelt. Halsausschnitte und ich müssen uns erst noch ein wenig beschnuppern, bevor wir Freunde werden. Dieser hier ist leider viel, viel zu weit geworden. Das beschenkte Patenkind ist dennoch tapfer und trägt es mit einem Hemdchen darunter. Leider war die Leggings von der Passform auch nicht das richtige, da sie die Trägerin gedrückt hat, obwohl ich extra ein breites Gummiband vearbeitet habe. Hieran merke ich immer mehr, dass es gar nichts so einfach ist, ins Blinde zu Nähen ohne zwischendurch anprobieren oder Maßnehmen zu können.

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Zum Glück sind die Stulpen individuell auch auf anderen Leggins oder Strumpfhosen tragbar und rutschen auch nicht.

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Neu war hier für mich das Einnähen eines Gummibandes, das Auftrennen einer kompletten Taillennaht (ARGH!), das Benutzen der Zwillingsnadel (coole Sache!) und das Aufnähen einer selbstgemachten Schleife.

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Stoff: Heimtextilien von Karstadt

Schnitte:

Stulpenliebe von Rosarosa

Kinderleggins von lesulu

Little Sweet Dress von Lin-Kim

 

Eisenmangel? Finde es heraus!

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Keine Terminvereinbarung und lange Wartezeiten mehr beim Arzt – hiermit kannst Du Dich ganz einfach von zu Hause aus testen und weißt Dein Ergebnis innerhalb von zehn Minuten! Und das geht wirklich ganz einfach, mit dem Selbsttest von Veroval®.

Ich habe es ausprobiert und es ist echt keine Kunst, vom alkoholgetränkten Läppchen zur Desinfizierung bis hin zur Piekshilfe zur Bluttropfengewinnung ist alles dabei!

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• Man nehme das Alkoholgetränkte Läppchen zum Desinfizieren des Fingers. und sticht sich mit der Einstichhilfe seitlich in selbigen.

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• Das Blut wird mit dem sterilen Röhrchen aufgenommen.

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• Das Röhrchen muss nun in den Probenverdünnungspuffer gesteckt und nachher verschlossen werden. Dann wirdkräftig geschüttelt, dass sich der Verdünner mit dem Blut vermischt.

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• Mit der Pipette entnimmt man nun ein paar Tropfen der Flüssigkeit und gibt sie auf die Testkassette20160923_152923.jpg

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Nun heißt es nur noch kurz warten und direkt erscheint das Ergebnis.20160923_155926.jpg

Leider kam bei mir „Eisenmangel“ heraus. Eine Erklärung für häufige Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlappheit? Muss ich wohl mal nachgehen.

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Der Test war jedenfalls supereinfach anzuwenden und ging wirklich schnell. Über das Ergebnis kann ich nichts sagen, der Test verspricht jedoch eine Genauigkeit von über 95 %.

Erhältlich z.B. bei amazon für 15,55 €.

Linkparty

Seitdem ich nähe, bin ich auch auf verschiedenen Nähblogs unterwegs und ständig „flysig“ am Lesen, Anregungen holen, Abspeichern, Staunen und Kommentieren. Hierbei wurde ich nun auch des Öfteren auf sogenannte Linkpartys aufmerksam, wie z.B. der von Zwergstücke.

So soll eine bunte Sammlung liebevoll gestalteter Blogs entstehen, in der man stöbern und Neues entdecken kann. Mitmachen darf jede/r, der einen eigenen Blog hat. Wie gemacht für mich – ein bisschen Werbung für den eigenen Blog kann nie schaden und tolle neue Blogs möchte man gerne immer entdecken – somit eine Win-Win-Situation.

Einzige Voraussetzung zum Verlinken des eigenen Blogs ist, dass man auch die Linkparty auf dem eigenen Blog vorstellt, damit der Wirkungskreis immer größer werden kann. Das sei hiermit also erfüllt.

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Auch sonst lohnt es sich, auf dem Blog von Zwergstücke zu stöbern, da es hier immer wieder schöne selbstgenähte Dinge zu entdecken gibt.

Ein ausgefuchstes Set

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Ich habe mich verliebt. In dieses zuckersüße Set. Dafür habe ich auch circa 3 Stunden im Stoffladen meines Vertrauens gestanden, habe Stoffe gestreichelt, hin und her überlegt und versucht mir Bilder im Kopf aufzurufen. Kennt ihr das auch, wenn ihr euch gar nicht entscheiden könnt und dann habt ihr etwas gefunden, geht zur Kasse, schlagt kurz vorher noch einen Harken und nehmt etwas ganz anderes? So erging es mir mit diesem Fuchsstoff. Jetzt kann ich aber sagen: alles richtig gemacht, ich finde ihn nämlich wunderschön!

Entstanden ist damit eine Upcycling-Jeans für meinen Neffen. Die Jeans war einst meine Lieblingsjeans, ist aber gerissen und kann so noch ein bisschen weiterleben. (Wie cool ist denn bitte der Fake-Reißverschluss???)

Zudem passend gab es ein T-Shirt, welches eigentlich mal ein Poloshirt werden sollte. Aber hier erging es mir ähnlich wie beim Stoffkauf: Ganz spontan wurde es eben das, was es jetzt ist: Endlich mal ein Shirt, was nicht typisch nach Kleinkind aussieht. Ehrlich gesagt empfinde ich es sogar als eher „cooles Outfit“ für den kleinen Hosenscheißer.

Neu gelernt habe ich bei diesem Nähprojekt das Applizieren. Die Hose war an sich schon ganz schick, aber die Füchse waren wie gemacht dafür, sie nochmal einzeln auf der Hose zu wiederholen. Das war dann auch gar nicht so schwer, wie ich mir das vorgestellt hatte und klappte auf Anhieb erstaunlich gut. War nur ein wenig „fummlig“, da ich die Hose zuvor schon zusammengenäht hatte. Aber so sieht man eben schon genauer, wo nachher alles sitzt.

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Stoff: Stoffladen des Vertrauens

Schnitt: Hose Motti von Made for Motti / Poloshirt Kim von heidimade umgewandelt zu normalem T-Shirt

Verlinkt: Kiddikram September

Oral B Genius 9000

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Nachdem ich  nun schon drei Woche mit der Genius putze, kann ich ein bisschen mehr dazu sagen. 

Die App:

An sich ist die App eine coole Idee um wähend des Putzens gar nicht zu merken, dass man putzt, da man spielerisch abgelenkt ist und so sicherlich mindestens die vorgeschlagenen 2 Minuten putzt. Die Nachrichten die man lesen kann sind ein guter Start in den Tag, die Putzanalyse finde ich klasse, auch wenn sie für mich nicht praktikabel ist, weil ich keine 2 Minuten aufrecht in die Kamera des Handys schauen kann. Manchmal ist dann die Messung ein wenig verrutscht, aber etwas Bewegung während des Putzens ist wohl auch normal. Zudem ist hat mir ziemlich oft während des Putzvorgangs die Zeitmessung abgebrochen und ich bekam ein trauriges Smiley, obwohl ich noch putzte. Also ganz so stabil lief die App bei mir nicht. Was gut funktionierte, war die Synchronisierung der letzten Putzvorgänge zwischen Bürste und Handy. So muss man die App nicht unbedingt immer starten, wenn man die Zähne putzt. Die Statistiken finde ich als alter Statistiker natürlich ganz schick, letztendlich alles Spielereien – nice to have – aber nicht wirklich nötig.

Das Putzen an sich:

Die Bürste an sich finde ich wirklich klasse, sie hat enorme Power und auch der Akku hält ohne Aufladen locker 5 Tage bei gleichbleibender Putz-Power. Wenn man beispielsweise zu fest aufdrückt, wechselt die Bürste automatisch in den Sensitiv-Modus und warnt mit einem Lichtsignal. Das Licht an sich ist eine süße Sache, wie man dieses individuell farblich an den eigenen Geschmack anpassen kann. Die Bürste liegt gut in der Hand und ist im Vergleich zu meiner alten Bürste erstaunlich leicht. Die gummierte Oberfläche sorgt dafür, dass die Bürste auch bei nassen Händen sicher in der Hand liegt. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Putz-Modi erfolgt per einfachem Knopfdruck und wird durch beleuchtete Symbole angezeigt. 

Zubehör:

Die Smartphone-Halterung für den Spiegel hält wirklich bombensicher. Man braucht sich hierbei keine Gedanken machen, dass das Handy herausfallen könnte. Das Reise-Etui ermöglicht über einen zusätzlichen USB-Anschluss die Bürste (oder auch das Handy) zu laden. Außerdem dient sie ebenso als Halterung für das Smartphone, lässt sich leicht reinigen und bietet Platz für weitere Bürstenköpfe.

Die unterschiedlichen Putz-Modi:

Tägliche Reinigung: Hauptsächlich benutzt und für großartig empfungen.

Zahnfleisch-Schutz: massiert das Zahnfleisch und ist gewöhnungsbedürftig.

Sensitiv: Intensität der Bürste ist verringert, das spürt man deutlich.

Aufhellen: In diesem Modus werden die Zähne intervallartig poliert, ob dadurch die Zähne wirklich heller werden, weiß ich nicht so genau.

Pro-Clean: noch schnellere Bewegungen für noch intensiveres Putzerlebnis, bald hebt man ab.

Zungenreinigung: an den leichten Würgereiz gewöhnt man sich vielleicht irgendwann.

Fazit:

Die Bürste an sich mit Ihrer Putzleistung finde ich wirklich klasse! Was für mich eher überflüssig ist, sind so viele Putz-Modi, sowie die App-Geschichte. Klar, ein schickes Gimmick aber für mich kein Grund, mehr Geld in die Hand zu nehmen

Ein Wochenende, von dem man noch Jahre zehren wird

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Es war zu erwarten, dass das vergangene Wochenede ein absolutes Highlight werden würde. Mit den richtigen Menschen unterwegs, Live-Musik, Sonne, Meer. Da blieb kein Wunsch mehr offen und das alles garniert mit einem Sahnestückchen. Doch was war los?

In Jamel startete zum zehnten mal das Festival für Demokratie und Toleranz „Rock den Förster“. Das Dorf wurde spätestens durch die Doku von Michel Abdollahi bekannt, der sich für vier Wochen in eine Blockhütte Tür an Tür mit den Nazis des Dorfes zog, welches ansonsten nur von dem Ehepaar Lohmeyer bewohnt wird, welches das Festival gegen das braune Gesindel ausrichtet. Zudem ist letztes Jahr die Scheune der Lohmeyers abgebrannt (worden), was Die Toten Hosen zum Anlass nahmen, das Festival mit ihrem Besuch spontan zu unterstützen. Dieses Jahr gab es den Forstrock bereits zum 10. Mal und ich wir waren dabei!

Der schlaffe Preis von nur 25 Euro für beide Tage plus Camping wurde durch einen netten Herren noch getopt, der uns seine Karten für 20 Euro überließ. So ging es natürlich schon perfekt los! Mit ihm haben wir uns dann auch dort getroffen und zumindest noch ein Bier zusammen getrunken. Die 520 km Fahrt nach Jamel waren zwar anstrengend, der 7-stündige stockende Verkehr jedoch spätestens ab da vergessen. Ein Dankeschön an die vielen tollen Menschen, die man dort kennenlernen konnte, an die tolle Musik, den Mut von Birgit und Horst Lohmeyer und auch die Arbeit der Polizei. Man hat sich zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt, auch wenn immer mal ein mulmiges Gefühl zum Vorschein kam, wenn man über die Wiese zum „Nazi-Hauptquartier“ geblickt hat.

Dann kam die Musik… wahnsinn! Lasst mich als Beispiel Madsen nennen, die ich zwei Wochen vorher bereits auf dem Open Flair erleben durfte. Ich hatte damals solche Lust diese Band richtig zu feiern, hab es auch getan, aber so ganz ist der Funke nicht übergesprungen. Der Auftritt beim Forstrock war komplett anders! Selbst wenn man ganz hinten stand, konnte man einen perfekten Blick auf die Bühne genießen, da das Gelände leicht abschüssig ist. Und Madsen war hier ein wirklicher Abriss, ich habe gefeiert, getanzt, mitgesungen und im Kreis gestrahlt. Man ist bei einem kleinen Festival einfach näher dabei. Zudem haben alle Besucher eine Intention: GEGEN NAZIS! Selbst Bands, die ich vorher nicht kannte – ich denke an Tequila and the Sunrise Gang – haben mich nach zwei Tagen feiern und müden Gliedern noch zum Tanzen bewegt.

Doch mein persönliches Highlight war natürlich Bela B. Jedoch nicht nur er, dazu komme ich später. Die ersten Lieder mit seiner Big Band haben wir von weiter hinten angeschaut, doch später hat es uns nochmal nach vorne gezogen. Da sahen wir neben der Bühne Farin und wollten es schon nicht glauben. Da man aber weiß, wie er sich engagiert, freuten wir uns einfach darüber, dass er ohne Auftritt einfach anwesend war. Bis DER Moment kam, als nach Madsen auf einmal erneut Bela die Bühne betrat. Und dann waren da auf einmal Farin und Rod, mein Adrenalinpegel war kurz vorm Zerbersten, als die ersten Akkorde von „Schrei nach Liebe“ erklangen. Irgendwo hier habe ich auch zwischen den Arschloch-Rufen meine Stimme verloren, was es absolut wert war. Mein Freudentaumel war kaum noch auszuhalten und sollte dennoch ein weiteres Mal getoppt werden.

Wir standen am Bierpils um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufrischen, als dort plötzlich Bela auftauchte. So nah hatte ich ihn nun wirklich noch nie gesehen und als ein mutiger Kerl ohne Konsequenzen zwischen die Absperrung zu ihm gelaufen ist, war uns klar: Hinterher! Da standen wir nun, bei Bela, haben kurz gequatscht und ein Foto gemacht, bevor ich der Ohnmacht nahe war. Keine Ahnung was in dem Moment so alles passiert ist, für mich blieb die Welt einen Augenblick stehen. Ich kann es mit Abstand betrachtet immer noch kaum glauben, was wir an diesem Abend erleben durften.

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Nachdem wir am zweiten Tag noch von einem Freund aus Hamburg mit dessen Besuch überrascht wurden und nun per Du mit „Claudi“ Roth sind, ging es am Sonntag nochmal für einen Abstecher an die Ostsee nach Boltenhagen. Dort war so herrliches Wetter, dass ich tatsächlich im Meer schwimmen und dann noch 4 Stunden am Strand relaxen konnte.


Was war das denn bitte für ein großartiger 3-Tages-Trip? 1120 km pures Glück. Dieses Wochenende wird ewig unvergessen bleiben und sollte ein graues Wölkchen über meinen Kopf ziehen, werde ich mich jedes Mal aufs neue daran erinnern.

Danke liebes Leben, dass Du solche Überraschungen für uns bereit hälst!

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Bildquelle: Jamel rockt den Förster / forstrock.de