Probenähen für Finas Ideen

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Wow, was war ich aufgeregt, dass ich für Fina nähen durfte! Für einen Blog, den ich schon länger verfolge und so herrlich finde! Ich habe mich einfach mal beworben, aber nie damit gerechnet, dass solch ein kleines Licht wie ich tatsächlich genommen wird!

Voller Euphorie habe ich mich direkt an das Kleid gemacht und bin absolut verliebt! Aber wie könnte ich auch anders? Hier hat alles gepasst: Nähteam, Kommunikation, Schnittmuster, Beschreibung, Koordination und zufälligerweise sogar der Strickstoff, den ich noch zuhause hatte und aus dem ursprünglich ein Cardigan werden sollte. Nun ist´s ein wundervolles „DressMe“-Kleid geworden und ich weiß spontan, was ich über die Weihnachtsfeiertage tragen werde. Und nicht nur dann, am liebsten jeden Tag, so wohl fühle ich mich darin.

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Das Kleid ist figurbetont, aber doch irgendwie umschmeichelnd, es ist etwas Besonderes, spätestens durch die „raffinierte Raffnung“ im Brustbereich. Ganz begeistert war ich auch, dass der Zuschnitt so gut funktionierte, denn das fertige Kleid sieht beinahe so aus, als hätte ich einen Bund eingenäht – haha, dafür bin ich doch fast zu faul😉 – nein, das ist der Stoff an sich, ich liebe es!

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An dem Originalschnitt habe ich nicht viel geändert, das Rockteil habe ich lediglich ein kleines bisschen weiter ausgestellt.

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Aus dem Schnitt lässt sich nicht nur ein Kleid, sondern auch ein Shirt zaubern, das habe ich jedoch bisher nur bei den anderen zauberhaften Probenäherinnen gesehen, spricht also dafür, dass ich mich nochmal ans „DressMe“ setze!

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Außerdem gibt es zwei verschiedene Ausschnittvarianten, sowie zwei unterschiedliche Höhenmöglichkeiten für den Sitz der Raffung. Ihr seht also, das Schnittmuster ist wundervoll wandelbar und macht wirklich Spaß! Auch die bebilderte Nähanleitung ist einfach zu verstehen und perfekt „abzuarbeiten“ (das sage ich sogar, als „Nähanfänger“).

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Und damit ich meine Freude mit euch teilen kann, darf ich obendrein auch noch ein eBook des „DressMe“ verlosen und zwar an euch! Juchuuu!

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Kommentiert doch einfach diesen Beitrag bis zum 8. Dezember 2016 um 18:30. Ich teile dann hier den Gewinner mit! Das Gewinnspiel startet genau….. JETZT!

Sollte euch die Glücksfee nicht hold sein: HIER gibt es das tolle Schnittmuster zu kaufen!

 

Verlinkt bei: AfterWorkSewing / MeMadeMittwoch / www.rarinaeht.at

Bücherliste November

Karin Slaughter – Blutige Fesseln

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Inhalt:

Es ist der persönlichste Fall in Will Trents Laufbahn. Das spürt der Ermittler schon in dem Moment, als er das leer stehende Lagerhaus betritt und die Leiche entdeckt – die Leiche eines Ex-Cops. Blutige Fußabdrücke weisen auf ein zweites Opfer hin. Eine Frau. Von ihr fehlt jede Spur.

Das Brisante: Gegen den prominenten Eigentümer des Lagerhauses ermittelt Will bereits seit einem halben Jahr wegen Vergewaltigung. Erfolglos!

Als am Tatort zudem ein Revolver gefunden wird, der auf Wills Noch-Ehefrau Angie zugelassen ist, ahnt er, dass dies ein Spiel auf Leben und Tod wird.

Mein Eindruck:

Wow, wow, wow!!! Ich weiß gar nicht wie ich das Buch zusammenfassen soll. Es war einfach nur großartig! Schon ca. 150 Seiten vor Ende konnte ich kaum noch atmen, bin über die Zeilen gestolpert, weil ich immer zwei auf einmal lesen wollte. Krasse Wendungen, überraschende Neuigkeiten und das alles nebenbei in die Geschichte eingeflochten: Karin Slaughter weiß wie sie den Leser packen und verrückt machen kann. Dazu beleuchtet sie die Charaktere und beschreibt die Situationen so bildhaft und detailliert, dass man sich beinahe direkt in den Szenen befindet. Immer wieder gibt es diese „Herrje! Ach Du meine Güte“-Momente, mit denen man nicht rechnete. Zudem wechseln die Erzählperspektiven zwischen verschiedenen Personen und es gibt Zeitsprünge, beides Stilmittel, die ich liebe!  Karin Slaughter versteht es den Leser mit kleinen Häppchen der großen ganzen Wahrheit zu füttern, die sie nebenbei einfließen lässt. Wahnsinn! !! Ich bin vollends begeistert und kann den Thriller nur wärmstens empfehlen.

 

Heidi Kastner – Tatort Trennung

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Inhalt:

Nahezu jeder Erwachsene macht zumindest einmal im Leben eine Trennung durch – kaum ein anderes Ereignis bringt das Lebensgefüge so durcheinander. Im dramatischsten Fall entwickeln sich daraus Familientragödien, die auch in Gewalt, Mord und Totschlag münden können. Zahlreiche Beispiele in diesem Buch dokumentieren das.
Es gibt verschiedene Arten der Trennung: die scheinbar belanglose Trennung, die Kampf-Trennung, die Vernunft-Trennung, die innere Trennung bei formaler Aufrechterhaltung der Beziehung – in jedem Fall hinterlässt sie zwei Menschen, deren Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Zugehörigkeit gewaltig erschüttert wird, mit allen negativen Folgen, die das für die eigene Biografie haben kann.
Heidi Kastner zeichnet ein differenziertes Psychogramm von Trennungen und zeigt damit auf, wie sich der Scherbenhaufen mit möglichst wenig Kollateralschäden zusammenkehren lässt.

Mein Eindruck:

… wir alle haben uns schon einmal getrennt oder trennten uns. Zum Glück musste ich jedenfalls nie solche Trennungen mitmachen, wie im Buch teilweise beschrieben. Das Buch beginnt mit Beleuchtung der Beziehung/Ehe in weiter Vergangenheit, was ich anfangs etwas schwierig und zäh fand. Es geht seinen Weg jedoch weiter über „normale“ Trennungen, Scheidungen, Betrug, Gewalt und gipfelt selbst in Tod. Bestückt wird die eher trockene Beschreibung der verschiedenen Psychen mit wahren Beziehungs-Begebenheiten, die das Buch sehr aufwerten.

 

Jannes C. Cramer

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Inhalt:

»Erst als sie den Schatten bemerkte, erkannte sie die Gefahr und erstarrte für den Bruchteil einer Sekunde. Dann rannte sie los.«

Felix’ Leben gerät mehr und mehr aus den Fugen. Seit dem plötzlichen Tod seiner Frau zieht er sich völlig zurück und greift immer häufiger zur Flasche. Selbst seine beste Freundin Melanie findet kaum noch Zugang zu ihm. Nach einem schweren Unfall glaubt sie, ihn für immer verloren zu haben, doch Felix überlebt wie durch ein Wunder. Hatte er einfach nur Glück? Oder steckt mehr dahinter?

Es heißt, Schatten sei die Abwesenheit von Licht – der Tod das Ende des Lebens. Doch was, wenn manches von dem, was wir denken zu wissen, ein Irrglaube ist? Wenn es diejenigen gibt, für die andere Regeln gelten?

Mein Eindruck:

Das Buch war sehr gut zu lesen, die Sprache eingängig, die einzelnen Charaktere schön beschreiben. Besonders positiv finde ich die kurzen Leseabschnitte, sowie die tollen Zeitsprünge – ich liebe dieses Stilmittel. So erfährt man langsam die Vergangenheit parallel zur Gegenwart, bis sich beide Erzählstränge treffen und so Spannung aufbauen. Die Story ist außergewöhnlich und nicht alltäglich.  Mir hat es gefallen.

 

Christian Kahl – Das Verschwinden der Luft

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Inhalt:

Ein packender Thriller in der skrupellosen Welt der Holzmafia auf Borneo, die getrieben von ihrer Profitgier auch bereit ist Menschenleben zu opfern. Basierend auf einer wahren Begebenheit. In Malaysia lernt der vermögende Mat Endesfelder die Schweizerin Darlene kennen. Sie ist nur aus einem einzigen Grund dort: Sie will ihren Bruder James finden, der vor Jahren im Dschungel von Borneo auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Mat finanziert ihr die Expedition und zusammen mit einem einheimischen Guide brechen sie auf in die Tiefen des Regenwaldes. Nach dem Verlust ihres Satellitentelefons ist die Gruppe von der Außenwelt abgeschnitten. Da wird Darlene entführt und die Kidnapper drohen mit ihrer Hinrichtung. Mat hat nur 14 Tage Zeit, um ihre Bedingung zu erfüllen…

Mein Eindruck:

Kaum hat man in das Buch gelesen, weiß man direkt, was hier anders ist. Es geht nicht nur um die Personen und deren Beziehungen untereinander und zueinander, sondern in erster Linie um wichtige Themen wie dem Konflikt zwischen dem reichen Westen, der die armen Länder ausbeutet, unsere Umwelt und die Macht der Wirtschaft und des Geldes. Anfangs war das Buch zwar unterhaltsam, aber hatte mich noch nicht so richtig gepackt, das änderte sich dann gegen Ende jedoch: Das Buch hat Fahrt aufgenommen, war wirklich spannend, ein bisschen grausam und hatte Wendungen zu bieten, mit denen ich nicht rechnete: also alles was ich haben will, lese ich einen Thriller! Toll welches Geflecht da zusammen gesponnen wurde, da muss man erstmal drauf kommen! Alles in allem einfach mal ein anderer Thriller!

 

Klara Sinn – Liebling, ich geh dann mal

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Inhalt:

Johanna Holm ist 45, glücklich verheiratet und engagiert in ihrem Beruf als Lehrerin. Doch dann tut sie etwas, was ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt: Sie wagt den Aufbruch und entwirft ihren persönlichen 6-Punkte-Plan, um in eine erfüllte zweite Lebenshälfte zu starten.

Der entscheidende, sechste Punkt: „Erstmals im Leben mit einem anderem als dem eigenen Mann schlafen.“

Ein humorvoller Roman für alle Frauen ab 30, die ihren Mr. Right schon gefunden haben, aber irgendwo zwischen Beruf, Ehemann und Kindern immer noch – oder nun erstmals – auf der Suche nach ihrer persönlichen Glücksformel sind.

Mein Eindruck:

Das Buch war amüsant und einfach zu lesen. Mich störte nur ein wenig die eigensinnige Art der Protagonistin, die sich nicht wie eine erwachsene Lehrerin, sondern eher wie eine pubertäre Zicke verhält. Der Plan, sich eine To-Do-Liste für das Leben zu schreiben und diese auch abzuarbeiten, ist an sich eine gute Idee. Sie setzt diese auch nicht verkehrt um. Doch gerade der sechste, sagenumwobene Punkt ist für mich ein No-Go und eine Verrücktheit überhaupt auf so etwas zu kommen. Das Buch war trotzdem kurzweilig zu lesen, weil die Beschreibungen des Alltags von Johanna doch lustig vonstatten gingen.
Was mir jedoch gar nicht gefallen hat, waren die detaillierten Beschreibungen der „Zärtlichkeiten“.

Gerhard Wegner – 18 Das Vermächtnis

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Inhalt:

Verschollenes Nazigold, eine brutale Terrororganisation, ein U-Boot-Wrack, spannende Abenteuer unter und über Wasser und ein mörderisches Katz und Maus-Spiel sind die Eckpunkte dieses neuen ODYSSEE-Thrillers. Mitch und Samson stoßen bei einem Tauchgang im Ärmelkanal auf ein deutsches U-Boot-Wrack. An Bord entdecken sie Nazigold im Wert von vielen Millionen Euro. Nach der ordnungsgemäßen Meldung des Funds sind das U-Boot und sein Schatz auf unerklärliche Weise verschwunden und Mitch und Samson geraten in Erklärungsnot. Nachdem sie von einem Schlägertrupp überfallen wurden, ist bald klar, dass Mitch und sein Archäologenteam der ODYSSEE von einer nationalsozialistischen Gruppe gejagt werden, die keine Skrupel kennt und deren mächtiger Arm Einfluss auf die Politik Europas nimmt. Ein mörderisches Katz und Maus Spiel beginnt. Der packende Thriller verknüpft hochaktuelle politische Ereignisse und spannende Abenteuer zu einer Story voll atemloser Dramatik und überraschender Wendungen. Folgen sie dem ODYSSEE-Team (DAS RITUAL) durch ihr neues Abenteuer. Kurze Nächte sind garantiert.

Mein Eindruck:

Selten habe ich so ein aktuelles Buch gelesen, welches die Thamatik und die Ängste der Realität so aufgreift. Nicht nur einmal hielt ich den Atem an, dachte an die Nachrichten und musste erschrocken nicken. Bleibt es hier zwar bei Fiktion, so könnte das Buch doch genau so in der heutigen Gesellschaft geschehen. Ich hatte nicht mit einer solchen Wucht des Buches gerechnet. Ich mag die Nationalsozialismus-Thematik in Büchern, dass sie jedoch eine solche Brücke zur Gegenwart baut – das hat mich überrascht. Positiv überrascht. Wirklich gelungenes Buch!

Adventskalender

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Ich habe da was im Internet gesehen. Nämlich genau das hier: Prinzessin Emilia ! Aber sollte ich dafür ein Schnittmuster kaufen? Ach, mal was Verrücktes wagen und einfach drauf los nähen! Das war spannend und teilweise gar nicht so schwer (Ok, die Haare haben mir ein bisschen was abverlangt). Die fertige Prinzessin ist nun nicht die Schönheit in Perfektion, aber jeder ist anders und niemand ist gleich.

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Außerdem wurde ich tatsächlich mit strahlenden Augen belohnt, als mein Patenkind das Geschenk entgegennahm. Habe sie natürlich auch mit viel Glitzer und Blingbling „bestochen“. Sie wollte ihre Prinzessin gar nicht mehr loslassen, sodass ich mir schon Sorgen darum machte, ob die beinhaltete Schokolade gleich schmelzen würde. Das ist natürlich der tollste Lohn! Denn mit Geld war der komplette Samstag wohl nicht zu bezahlen, den ich hierfür benötigt habe: das wäre mit dem Schnittmuster vermutlich schneller gegangen.

(Sorry für den unschönen Hintergrund)

Die wunderhübschen Adventskalenderzahlen sind übrigens von antetanni – herzlichen Dank dafür!

 

Weihnachtsgeschenkewanderkiste

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Es ist so weit, ich darf mir etwas aus den drei Dingen in der Weihnachtsgeschenkewanderkiste aussuchen. Meine Wahl sollte sich zwischen Reise-Set und Korb entscheiden, der Luftikus war von vorneherein nicht so mein Ding.

Da ich mir etwas aus der Kiste nehmen durfte, liegt es natürlich nahe, auch etwas reinzulegen. Und zwar eine Umhänge-Tasche, die ich schweren Herzens weggebe. An sich hatte ich sie für mich genäht, aber irgendwie nicht über das Herz gebracht, sie dann auch zu nutzen. Dann hatte ich die kurze Idee, sie über ein Gewinnspiel zu verlosen, aber auch das habe ich nicht umgesetzt. Vermutlich hat sie einfach auf die WGWK gewartet und ist wie dafür gemacht. Ich bin gespannt, wer sie sich ausssucht und hoffe, der neue Besitzer hat viel Freude daran. Noch mehr Hintergrundinfos und Bilder zu der Tasche gibt es hier!

Da es auch noch ein bisschen weihnachtlich werden sollte, gibt es obendrauf ein Tannenbäumchen für Dekozwecke.

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Danke nochmal an Tante Jana von http://zumnaehenindenkeller.de/ für die schöne Idee und Deine Organisation!

Bücherliste Oktober

Frederik Backman – Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

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Inhalt:

Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt die Nachbarn in den Wahnsinn. Elsa ist 7, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich Oma. In Omas Märchen erlebt Elsa die aufregendsten Abenteuer. Bis Oma sie eines Tages auf die größte Suche ihres Lebens schickt – und zwar in der wirklichen Welt.

Mein Eindruck:

Realität und Märchen – Was ist echt und wo verschwimmen die Grenzen? Dies erfährt Elsa auf der außergewöhnlichen Schatzsuche ihrer Oma.
Das Buch hat stark begonnen, die Beschreibung von Elsas Oma und ihrer Beziehung zu ihr war herzzerreißend und komisch zugleich. Tolle Lebensansichten und lustige Sprüche gaben sich die Hand. Als die Schatzsuche beginnt, verschwimmen Fiktion und Wirklichkeit. Die Realität und das Märchenland kommen sich immer näher und Elsa kommt den Geheimnissen ihrer Mitbewohner Schritt für Schritt auf die Spur. Die Geschichte ist anrührend, für meinen Geschmack aber teilweise zu langatmig und zäh. Dennoch hinterlässt Elsas Oma ein wohliges Seufzen in mir, weil sie ihrer Enkelin den Tod so einfach wie möglich machen möchte, indem sie sie ablenkt, sowie ihr das Leben auch über den Tod hinaus auf ihre schöne Weise erklärt.

 

Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich: Das Manifest gegen das schlechte Gewissen – Aus dem Amerikanischen erfunden von Tommy Jaud

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Inhalt:

Eine gut gelaunte, bodenlose Frechheit – der Nr.1-SPIEGEL-Bestseller vom Comedy-Experten Tommy Jaud.

Wir alle wissen: Mangelnde Faulheit kann zu Burnout führen. Dennoch leiden immer mehr Menschen unter maßlosem Müssen. Aber müssen wir wirklich abnehmen, aufräumen und uns ökologisch korrekt verhalten? Vorwärtskommen im Job, zu allem eine Meinung haben und rausgehen, wenn die Sonne scheint? »Nein!«, sagt US-Bestseller-Autor Sean Brummel alias Tommy Jaud (›Vollidiot‹, ›Hummeldumm‹), »einen Scheiß müssen wir! Die Leute sterben nicht, weil sie zu wenig Licht bekommen. Sie sterben, weil sie zu wenig Spaß haben.«
Fasziniert von amerikanischen Ratgeber-Büchern und zugleich schwer irritiert vom wachsenden Trend des maßlosen Müssens, hat sich Comedy-Autor Tommy Jaud entschieden, selbst einen solchen Ratgeber zu schreiben. Da Jaud kein Amerikaner ist, hat er einfach einen erfunden: Sean Brummel. Dessen fiktiver Bestseller ›Do Whatever the Fuck You Want‹ ist jetzt auf Deutsch erschienen: ›Einen Scheiß muss ich. Das Manifest gegen das schlechte Gewissen‹.
›Einen Scheiß muss ich‹ ist kein Plädoyer für wurstigen Egoismus, sondern ein irrwitziger Befreiungsschlag gegen Bevormundung, Leistungswahn und Gemüseterrorismus.

Mein Eindruck:

Es passiert nicht oft, dass ich laut lachen muss – hier blieb es jedoch nicht bei einem Mal. Und das ging schon beim Lesen des Einbandes los. Allein die Idee von Tommy Jaud einen abgedrehten Autor zu erfinden, um dieses Buch zu schreiben und die damit verbundene Detailliebe im Umschlag hat mich begeistert. Ich musste bei den ersten Kapiteln schon so viel lachen, wie selten beim Studieren einer Lektüre. Alle Aussagen werden so wundervoll argumentiert, dass man gar nicht gegen „Einen Scheiß muss ich!“ einzuwenden hat. Besonders bei den Themen, die man ohnehin schon so behandelt, bietet Brummel direkt noch mehr Beweise für die Argumentation – falls mal wieder jemand dumm fragt. Der offensichtliche und der versteckte Witz kommen nicht zu kurz, die Kapitel sind gut zu lesen, da sie untergliedert sind und so auch nie langweilig werden und die Zusammenfassung am Ende eines Kapitels jedes Mal ein Highlight. Zwischendurch habe ich weniger gelacht – vielleicht habe ich mich an die geniale Schreibweise gewöhnt – doch gerade zum Ende hin dreht der Autor nochmal voll auf und lässt mich das Buch mit einem lauten Lachen und einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen zuklappen. Wirklich gelungen!

 

Gisela Garnschröder – Winterdiebe

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Inhalt:

Eigentlich ist Burghard Fosser ein Gauner. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, braucht er aber erst einmal Geld. Und bevor er den nächsten Coup planen kann, heuert er kurzerhand beim Bauer Schultenbaum an. Kurz vor Weihnachten ist auf dessen Tannenbaumfeldern viel zu tun. Die Arbeit ist simpel, die Bezahlung gut. Doch dann lernt Burghard aber Susanne kennen, die Halbschwester des Bauern, und auf einmal gibt es einen weiteren Grund für ihn zu bleiben. Die beiden kommen sich schnell näher und Burghard versucht seine kriminelle Vergangenheit vor ihr zu verbergen. Doch auch Susanne hat Geheimnisse, die sogar ihr Leben bedrohen. Gemeinsam wollen beide sich eine Zukunft aufbauen, aber die Vergangenheit holt sie unaufhaltsam ein. Und plötzlich schweben sie in großer Gefahr.

Mein Eindruck:

Das Buch beginnt rasant, man lernt den Protagonisten kennen, erfährt etwas aus seiner Vergangenheit, erfährt was er in der Gegenwart macht und erfährt was er für die Zukunft plant, die Geschichte kommt ziemlich schnell ins Rollen und bereits in den ersten Kapiteln passiert schon so einiges. Die Personen agierten irgendwie ziemlich schnell und dadurch ein bisschen unrealistisch. Dafür konnte man es aber sehr gut lesen, auch wenn keine Zeit blieb, die Charaktere tiefer auszuarbeiten. An sich hat die Geschichte mir aber gefallen. Eine verrückte Ehe, die ersten Hochs und Tiefs, ein intriganter Bruder… das Ende. Ja, warum nicht auch mal eine schnelle Geschichte? Unterhaltsam war sie auf alle Fälle!

 

Lars Vasa Johansson – Anton hat kein Glück

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Inhalt:

Ein Anruf seiner Eltern und eine E-Mail vom Elektrodiscounter sind die einzigen Glückwünsche, die Anton zu seinem 45. Geburtstag erhält. Aber der grummelige Berufszauberer mag Menschen sowieso nicht besonders. Seit Jahren tingelt er mäßig erfolgreich mit seinen Auftritten von Altersheim zu Einkaufszentrum. An und für sich würde ihn all das gar nicht stören. Wäre da nicht sein Erzfeind Sebastian, der mit seiner spektakulären Zaubershow in ganz Schweden Erfolge feiert. Ausgerechnet mit Charlotta an seiner Seite, Antons Exfreundin.
Früher waren Anton und Sebastian befreundet und haben gemeinsam gezaubert, nun sieht Anton überall die riesigen Plakate, die Sebastians und Charlottas Tournee ankündigen und auf denen groß in silbernen Buchstaben «Together in Magic Forever» steht. Es liegt auf der Hand: Für Anton läuft es nicht gut. Im Grunde läuft es überhaupt nicht. Aber niemand ist besser darin als er, sich das Leben schönzureden. Bis er sich eines Nachts im Wald verirrt und ein seltsames Mädchen trifft. Danach scheint Anton plötzlich vom Pech verfolgt zu werden. Als ernsthafter Zauberer glaubt Anton natürlich nicht an Magie. Aber langsam dämmert ihm, dass er etwas an seinem Leben ändern muss …

Mein Eindruck:

Was für ein zauberhaftes Buch, welches mich in eine Märchenwelt entführte, ohne dass es überzogen oder abgedreht wirkte. Es ist wunderschön zu lesen, wie Anton sich unbewusst auf eine Reise zu sich selbst begibt, sein Leben reflektiert und endlich erkennt, welchem falschen Glück er hinterher gehechtet ist. Das ganze Buch hat etwas von einem Märchen für Erwachsene, welches ganz genau aufzeigt, auf was es ankommt und wie man sich selbst ändern kann, indem man die Augen ehrlich öffnet. So ändert sich Anton über das ganze Buch in kleinen Schritten in die richtige Richtung. Auch das Ende der Story lässt keinen Wunsch offen, ein wirklich wundervolles, rundes Buch!

 

Roland Krause – Hurenballade

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Inhalt:

Skurrile, heitere und auch abgründige Geschichten von Menschen, deren Leben in einem bestimmten Augenblick eine völlig unerwartete Wendung nimmt. Mit den kultigen Kommissar-Sandner-Krimis (im Piper Verlag erschienen) hat sich Roland Krause ein Stammpublikum erobert, das seine unvergleichlichen Charakterbeschreibungen und seine temporeiche Erzählweise schätzt. Mit diesen sehr unterschiedlichen „Dreizehn Stories“ beweist der Autor, dass er auch auf der Kurzstrecke zu Hause ist. Ein paar Sätze genügen, und man ist mittendrin im Geschehen, fiebert, leidet oder freut sich mit den Figuren, die einem sofort nahe sind. Nicht selten meint man, der einen oder anderen an irgendeiner Straßenecke schon mal begegnet zu sein.

Mein Eindruck:

Ich war anfangs erst ein wenig skeptisch, ob ein Buch mit einer Menge an kurzer Geschichten wirklich etwas für mich sein könnte, doch ich muss sagen, dass es echt Spaß gemacht hat, es zu lesen. Besonders empfehlenswert, wenn man nicht so viel Zeit hat oder sich nicht so gern durch dicke Bücher kämpft. Jede Geschichte steht für sich, kommt mitten aus dem Leben, ist mal lustig, mal tragisch, mal verrückt, mal traurig. Mich hat es wirklich amüsiert und ich kann es weiterempfehlen! Ich bewundere wie schnell man sich in die Geschichten einfindet und direkt mitten im Geschehen ist. Und einige Storys klingen auch später noch in einem nach.

 

Sandy Taylor – Du und ich und das Meer

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Inhalt:

Brighton 1954: Mary und ich sind 8 Jahre alt. Nichts kann uns auseinanderbringen. Dank einer Tüte Süßigkeiten haben wir uns kennengelernt – und gemeinsam sind wir unbesiegbar.

Brighton 1963: Mit 17 teilen Mary und ich alles miteinander: Höhen und Tiefen, Familiendramen, Hoffnungen und Träume. Wir arbeiten im selben Kaufhaus, tanzen in unserer Freizeit auf dem Palace Pier und haben uns in zwei miteinander befreundete Männer verliebt … Umso weniger kann ich es fassen, dass Mary mich nun so betrügen konnte – und dass sie mir auf die schmerzhafteste Weise die zwei Menschen genommen hat, die ich am meisten auf der Welt liebe …

Mein Eindruck:

Ich habe des Längeren kein solches Buch gelesen. Ich war sofort gefesselt und hatte mehrere Flashbacks. Selten hab ich mich so an die eigene Kindheit und Jugend erinnert gefühlt. Das Buch ist mit so viel Herz geschrieben, spielt wundervoll mit Gegensätzen, Gefühlen, Emotionen, dem echten Leben mit allen Höhen und Tiefen. Mal denkt man: „NEIN! Das darf nicht sein!“ Dann würde man einzelne Personen gerne schütteln, ihnen auf die Schulter klopfen oder vor ihnen den Hut ziehen. Mehr als zwei Tage konnte ich nicht lesen, denn dann hatte ich es schon komplett aufgesaugt! Alle Daumen hoch!

 

Martin Bühler – Der Samenspender Martin 1973

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Inhalt:

Ein Samenspender bricht eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft, die Kinderwunscherfüllung durch private Samenspende. Für lesbische Paare, ebenso für Hetero-Paare und Single-Frauen, ist dies oft die einzige Chance auf ein eigenes Kind. Nie zuvor hat ein Samenspender das Schweigen gebrochen und so offen von seiner Tätigkeit berichtet. Der Samenspender Martin1973 erzählt seine Geschichten die aus über 15 Jahren Erfahrung stammen. Lassen Sie sich von den kuriosen und abwechslungsreichen Erzählungen mitreißen und treten Sie hinter die Kulissen eines durchaus ungewöhnlichen Lebens. Jeder der beschriebenen Orgasmen hat nur ein Ziel: Der Schrei nach Leben, das Herbeiführen einer Schwangerschaft, um den tiefsten Urinstinkt einer Frau zu stillen. Kommen Sie mit in eine Welt, deren Existenz Ihnen bisher vielleicht nicht einmal bekannt war.

Mein Eindruck:

Kurz und knackig erzählt der Protagonist von seinen Erfahrungen als Samenspender. Hierbei erfährt man Hintergrundwissen und kann bei einigen Geschichten auch nur den Kopf schütteln oder schmunzeln. Einfach zu lesen, netter Zeitvertreib.

 

 

Frankfurter Buchmesse

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Es ist schon ein paar Jahre her, als ich zuletzt auf der Frankfurter Buchmesse war, doch auch damals hatte es mir gefallen. So machte ich mich zusammen mit meiner Mama erneut auf den Weg, meine Bücherliebe aktiv auszuleben.

Wir haben die Messe am Samstag besucht, bereits die Anfahrt und der Shuttle-Service vom Parkhaus zum Messegelände ging einwandfrei vonstatten. Sofort merkte man, dass sich hier ein Schlag Mensch zusammen findet, der Gemeinsamkeiten mit sich selbst hat, der höflich, nett und entspannt ist und vor allem voller Freude (dies trifft zumindest auf einen Großteil zu) – so mussten wir uns die erste Stunde nicht einmal aufregen. Hin und wieder gibt es grießgrämige, unerschämte Spezies, aber darüber schaut man einfach mal weg.

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Ansonsten sieht man natürlich an jeder Ecke Bücher, Bücher und Bücher. Ein Paradies! So genau kann ich gar nicht sagen, was eine solche Messe ausmacht, natürlich ist es von Vorteil Bücher zu lieben. So kann man seine Lieblingsautoren einmal live sehen, neue Bücher durch Vorstellungen, Lesungen oder Leseproben kennenlernen, andere Buchbegeisterte treffen, sich kulinarisch verwöhnen lassen und natürlich die begehrten Goodies sammeln, meist in Form von Taschen und Postkarten. Leseproben habe ich erst gar keine mitgenommen, da ich daraufhin nur noch mehr Bücher haben wollen würde – ich kenne mich ja. Der Postkartenstapel bei mir zuhause ist jedoch immens in die Höhe gestiegen und auch Taschen benötige ich erst einmal nicht, was in Zeiten der schwindenden Plastiktüten ja durchaus von Vorteil ist.

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Als Tipp kann ich weitergeben, nicht direkt dort mit Besichtigung der Stände zu beginnen, wo man vom Shuttleservice abgesetzt wird – das machen nämlich fast alle und dort ist es kaum möglich seinen eigenen Weg zu gehen – hier muss man mit der Menschenmasse schwimmen. Ein Tag reicht natürlich nicht aus um alles zu sehen. Deshalb empfiehlt es sich, vorab zu notieren, was man gerne wann und wo sehen würde.

So kam es, dass ich meinen deutschen Lieblings-Thriller-Autor Sebastian Fitzek live sehen konnte (sorry, die Akustik war wirklich grausam!), Tim Mälzer mit Bärbel Schäfer beim Kochen beobachtete, Daniela Katzenberger im Interview sah, begutachtete, was Bine Brändle Tolles bastelt und wie Florian David Fitz in der Menge verschwand (leider nur von hinten). Das war weitaus mehr, als ich erwartet habe.

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In besonderers guter Erinnerung bleibt mir der Stand des Verlages Groh, der sich direkt in mein Herz gespielt hat, was nicht nur an den Gratis-Kaffeespezialitäten und Naschereien lag. Allein die liebevolle Gestaltung des Stands hat das Sortiment des Verlages widergespiegelt – wirklich toll und empfehlenswert (Hiervon ist auch das Titelbild des Beitrags).

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Außerdem durfte ich mittags Gin testen (der mir noch eine halbe Stunde später auf angenehme Weise ein warmes Gefühl in der Speiseröhre schenkte), diverse süße und deftige Leckereien testen (danke u.a. an http://www.mannbackt.de/) und die Meisterschaftsschale aus nächster Nähe betrachten (und mich neben ihr fotografieren lassen – so nah muss der 1. FC Köln erstmal kommen, der am Messesamstag leider zum ersten Mal diese Saison verlor).20161022_154455.jpg

Ich weiß gar nicht mehr zu sagen, außer Danke für diesen tollen Tag! Mit müden Beinen und den Kopf voller Eindrücke und neuer Anregungen fiel ich ins Bett: natürlich um zu lesen!

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Auftragsarbeit

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„Ich bräuchte was als Geschenk zur Geburt, aber persönlich soll es sein. Würdest Du mir etwas nähen? So richtig Mädchen halt?“ – Klaro!

Ich habe mich für das süße Freebook entschieden, bei dem das Kleidchen so wirkt, als hätte man einen Bolero darüber an. Das war ziemlich aufregend, da hierdurch die Teile auf eine ganz andere Art und Weise zusammengenäht wurden. Umso euphorischer war ich natürlich, als es auch wirklich funktionierte. Zudem gefällt mir das Ergebnis wirklich gut, der Auftraggeberin auch. Puh!

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Leider sind die Fotos ein wenig verschwommen.

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Im Nachhinein finde ich es ein wenig schade, dass Oberteil und Rock nicht noch durch ein kleines Stück orangfarbenen Stoff getrennt habe, ich glaube, das hätte auch schön gewirkt.

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Ich bräuchte ein „Ausleih-Kind“, da ich die Bilder viel lieber am lebenden Objekt schießen würde. Aber da steht mir keins zur Verfügung – also gibt´s leider nur diese semiprofessionellen Aufnahmen.

Stoff: Heimtextilienabteilung Karstadt

Schnitt: Smalino Sweatkleid Svea