Lesechallenge „Elanus“ von Ursula Poznanski

20160824_214643_devine_tiny.jpg

Vor nicht allzu langer Zeit bin ich auf die wundervolle Seite Lovelybooks gestoßen und habe keine Ahnung, warum ich (als versierte Leseratte) sie erst jetzt entdeckt habe. Allen Bücherwürmern kann ich einen Besuch nur ans Herz legen, es lohnt sich! Unter anderem gibt es hier immer wieder Lesechallenges von neuen Büchern, bei denen man sich bewerben kann und mit Glück ein Gratis-Exemplar zur Verfügung gestellt bekommt. Ich hatte ziemlich schnell Glück und durfte das neue Buch „Elanus“ von Ursula Poznanski lesen.

51wkfXEN8OL._SX327_BO1,204,203,200_.jpg

Klappentext: Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles. Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme. Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr. Drohnen, Überwachung, Manipulation, dunkle Geheimnisse – gekonnt webt Ursula Poznanski hochaktuelle Themen in ihren neuen Thriller.

Allgemein denke ich, das Buch war ganz ok. Teilweise fand ich es über längere Abschnitte etwas langatmig oder zu intensiv bzw. wiederholend erklärt. Der Protagonist ist nicht gerade ein Sympathiebolzen und nervt manchmal. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass das Buch mir gewisse Schlüsse nicht zutraut. Jedoch lässt es sich gut lesen und ist einfach geschrieben, sodass man keine hohe Konzentration dazu benötigt. Man darf ja auch nicht aus den Augen lassen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Zum Schluss hat es mich dann doch noch überrascht, als es wirklich an Fahrt aufnahm. Hier habe ich auch nichts mehr zu beanstanden, die letzten Kapitel sind klasse, sämtliche Erzählplots gelangen im Finale zusammen und werden gelöst. Auch das Ende ist sehr befriedigend und hinterlässt dieses seufzende „Hach ja…“-Gefühl. Alles in allem ein netter Lese-Zeitvertreib.

Wer gerne im Detail wissen möchte, wie ich das Buch bewerte, liest hier weiter. Aber ACHTUNG! Es werden Handlungen vorweggenommen und teilweise gespoilert, als nur dann weiterlesen, wenn das nicht stört!

Ich habe sehr schnell in das Buch reingefunden, der leichte Schreibstil tut da sein übriges. Außerdem finde ich die Menge der auftretenden Personen angenehm, die Namen, Beziehungen zueinander und Charaktere kann man sich gut merken. Jona finde ich auf Anhieb erstmal ziemlich unsympathisch. Natürlich steht er durch seine Intelligenz über den anderen, aber auch Empathie kann man lernen. Wie selbstvertändlich er es nimmt anderer Leben auszuspiobieren, selbst aber immer schön verschlossen zu bleiben (Charakter und Zimmer) ist Messen mit zweierlei Maß. Das schlechte Gewissen kommt etwas zu spät, auch wenn ich nicht dirket glaube, dass er für den Tod des Professors verantwortlich ist. Anfangs dachte ich ich sofort, dass Linda etwas mit dem Professor hat, als es im Buch dann aber als Verdacht zur Sprache kommt, bin ich davon wieder abgekommen: zu einfach. Bin nun also gespannt, wie es weiter geht und ob mir Jona noch sympathischer wird. Aber der Spannungsbogen ist ganz klar geknüpft und nach den ersten Leseabschnitten mag man Elanus auch nicht mehr aus der Hand legen. Apropos: NEIN ich möchte definitiv keine Drohne haben. Ich denke anhand von Jona zeigt sich schon, welche Zwickmühlen sich daraus ergeben. Ich gehe auf die Menschen lieber direkt zu, als mich in einem Lügengerüst zu verstricken oder Dinge zu erfahren, die ich lieber nicht gewusst hätte.

 

Auch auf den folgenden Seiten muss ich ehrlich zugeben, dass ich Jona immer noch nicht mag. Bisher hat er sich meiner Meinung nach nicht viel enwtickelt. Ja er ist hochintelligent, aber auf empathischer Ebene lernt er nichts dazu. Ich finde es erfrischend, dass als Gegenspielerin zu ihm nun Marlene erscheint, ein echter Sympathieträger. Das merkt unterbewusst auch Jona, auch wenn er das noch nicht wahrhaben oder verstehen will.
Ich denke schon, dass Jona beobachtet wird und hatte zuerst Aron in Verdacht, bin mir aber nicht zu sicher, ob das nicht zu vorausschaubar wäre. Eventuell steckt einfach viel mehr dahinter.
Das Buch liest sich immer noch gut voran und hat einen spannenden Wendepunkt erhalten, als Jona eingesperrt wurde. Nie und nimmer war das Schratter. Auch die Gastfamilie scheint da einen Fuß mit in der Tür zu haben, die ich übrigens auch nicht mag. Irgendwie sind alle drei nervig, unausgeglichen und eigenartig.
Was mich bisher am Buch ein wenig stört ist die immer wiederkehrende Beschreibung eines müden Gastvaters, einer fahrigen Gastmutter, des Autoprogramms, welches Elanus rechtzeitig nach Hause fliegen lässt.. das sind mir irgendwie zu viele Wiederholungen. Ich kann mir das auch beim erstmaligen Lesen merken (jetzt klinge ich so überheblich wie Jona, hihi).
Dennoch bin ich gespannt, wie es weiter geht!

Je weiter ich lese, glaube ich, dass sich die Verschwörung auf größere Kreise bezieht. Der unschuldige Kreis (Kolja, Lichtenberger, Linda) und der der etwas zu vertuschen versucht (Frau Lichtenberger mit dem idealen Platz alle ins Koma zu versetzen, jemand der die Menschen ins Krankenhaus bringt, Schatter usw). Wie die Gastfamilie ins Bild passt, will mir noch nicht ganz einleuchten. Die Drohne wurde von Aron entdeckt, schätze ich und hat nichts mit der Verschwörung zu tun. Es bleibt wirklich spannend und ich lese einfach mal schnell direkt weiter.

So langsam wird es doch spannend. Mir wimmelt es zwar immer noch an zu vielen Wiederholungen, aber die Langatmigkeit spitzt sich allmählich zu. Meine Puzzleteile fügen sich ehrlich gesagt noch nicht, obwohl ich mit einem Aha-Effekt am Ende rechne. Ich wäre vermutlich zu dem Treffen mit Schratter gefahren, auch wenn ich dabei nicht damit gerechnet hätte, ihn auch wirklich anzutreffen. Na gut, jetzt will ich echt wissen, wie alles zusammenhängt, jetzt lese ich es zu Ende!

Der Schluss des Buches hat den teilweise langatmigen Rest auf jeden Fall wieder wett gemacht. Das war wirklich ein spannendes Finale und nahm so richtig an Fahrt auf. Außerdem blieb keine Frage offen und das Ende ist sehr zufriedenstellend. So mag ich das.
Die gefährliche Entscheidung von Jona konnte ich nicht nachvollziehen, das war schon Überstrapazierung von Glück. Die Entscheidung mit der das Buch endet, finde ich klasse, da sie auch zeigt, wie sehr sich Jona entwickelt hat,

No. 32 | 365 Wunschgedanken 

„Gedanken, die unseren Geist beherrschen, spielen in unserem Leben die erste Geige“

Ach wie ist das schön, wenn man etwas geschaffen hat, selbst benutzt oder mit Dir verknüpft wird, wie ein bestimmtes Wort, eine Redewendung oder auch nur die typische Betonung des Gesagten. Und wie lustig ist es doch immer wieder anzusehen, wenn die Menschen um Dich herum auf einmal beginnen, diese Eigenart zu übernehmen. Gerne gesehen bei Arbeitskollegen, da man ja mit kaum jemand anderem so viele Stunden des Lebens verbringt, aber auch in Familie und Freundeskreis zu beobachten. Meist merkt man gar nicht, dass man selbst Nutzer einer solchen Sache ist, bis man darauf aufmerksam gemacht wird. Entweder führt man es dann stolz weiter oder legt es ab, weil man auf einmal selbst bemerkt, wie oft man es benutzt. 

Aus eigener Erfahrung kann ich hierzu auch ein Beispiel nennen: Es gab eine Zeit, die jetzt schon etwas hinter mir liegt, in der ich auf sämtliche Erzählungen mit einem erstaunten, langgezogenen „Näääääää?!“ reagiert habe. Irgendwann wurde ich darauf aufmerksam gemacht, habe es selbst des Öfteren beobachtet und mir abgewöhnt.

Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, dass man sich Dinge anderer angewöhnt, weil sie einem irgendwie gefallen oder schön klingen (oder auch nur unbewusst, weil man es so oft hört) – auch hier habe ich ein Beispiel von mir selbst, nämlich wie ich es unglaublich gerne hörte, wenn meine Kollegin zu etwas „Köööööstlich!“ sagte. Das tut sie nicht nur langgezogen, sondern auch mit einem verliebten Blick und völlig begeistert. Schwupps – ruckzuck hatte ich es übernommen (bis heute noch). 

Seit neuestem beobachte ich eine Stufe weiter, wie Kollegen von mir Dinge meiner Freunde übernehmen, durch mich als Zwischenstation. („Ach, Du aaahnst es nicht!“)

Kennt ihr auch solche Phänomene? Habt ihr Beispiele?  Ezählt doch mal, ich bin neugierig!

Eine Überlegung am Ende bleibt mir jedoch noch: Warum lassen sich Menschen so schnell mit solch unwichtigen Dingen anstecken, die sich wie ein Virus weiterverbreiten, aber für Freundlichkeiten, Nächstenliebe und ein einfaches Lächeln sind sie immun?

„Gedanken, die unseren Geist beherrschen, spielen in unserem Leben die erste Geige“

Ach wie ist das schön, wenn man etwas geschaffen hat, selbst benutzt oder mit Dir verknüpft wird, wie ein bestimmtes Wort, eine Redewendung oder auch nur die typische Betonung des Gesagten. Und wie lustig ist es doch immer wieder anzusehen, wenn die Menschen um Dich herum auf einmal beginnen, diese Eigenart zu übernehmen. Gerne gesehen bei Arbeitskollegen, da man ja mit kaum jemand anderem so viele Stunden des Lebens verbringt, aber auch in Familie und Freundeskreis zu beobachten. Meist merkt man gar nicht, dass man selbst Nutzer einer solchen Sache ist, bis man darauf aufmerksam gemacht wird. Entweder führt man es dann stolz weiter oder legt es ab, weil man auf einmal selbst bemerkt, wie oft man es benutzt. 

Aus eigener Erfahrung kann ich hierzu auch ein Beispiel nennen: Es gab eine Zeit, die jetzt schon etwas hinter mir liegt, in der ich auf sämtliche Erzählungen mit einem erstaunten, langgezogenen „Näääääää?!“ reagiert habe. Irgendwann wurde ich darauf aufmerksam gemacht, habe es selbst des Öfteren beobachtet und mir abgewöhnt.

Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, dass man sich Dinge anderer angewöhnt, weil sie einem irgendwie gefallen oder schön klingen (oder auch nur unbewusst, weil man es so oft hört) – auch hier habe ich ein Beispiel von mir selbst, nämlich wie ich es unglaublich gerne hörte, wenn meine Kollegin zu etwas „Köööööstlich!“ sagte. Das tut sie nicht nur langgezogen, sondern auch mit einem verliebten Blick und völlig begeistert. Schwupps – ruckzuck hatte ich es übernommen (bis heute noch). 

Seit neuestem beobachte ich eine Stufe weiter, wie Kollegen von mir Dinge meiner Freunde übernehmen, durch mich als Zwischenstation. („Ach, Du aaahnst es nicht!“)

Kennt ihr auch solche Phänomene? Habt ihr Beispiele?  Ezählt doch mal, ich bin neugierig!

Eine Überlegung am Ende bleibt mir jedoch noch: Warum lassen sich Menschen so schnell mit solch unwichtigen Dingen anstecken, die sich wie ein Virus weiterverbreiten, aber für Freundlichkeiten, Nächstenliebe und ein einfaches Lächeln sind sie immun?

Produkttest Oral-B Genius 9000: Erster Eindruck

Meine Güte, da war ich aber doch etwas aufgeregt, als das Päckchen von „For Me“ mit meiner „Smart-Brush“ vor der Tür stand. Wer mich kennt weiß, dass ich solche überflüssigen Spielereien ja gerne habe. Diese Zahnbürste lässt sich mit dem Smartphone verbinden und analysiert so über eine App Putzverhalten, Druck, Dauer und Häufigkeit des täglichen Rituals. Man kann sogar Putz-Challenges „spielen“. Das alles habe ich gehört und gelesen, bevor ich sie ausprobiert habe.

Der Hersteller selbst preist sein Werk folgendermaßen an: „Die fortschrittlichste elektrische Zahnbürste von Oral-B hilft Ihnen, Ihre Zähne so zu putzen wie Ihr Zahnarzt es empfiehlt. Die dreifache Andruckkontrolle schützt Ihr Zahnfleisch vor zu starkem Druck beim Putzen und der runde, von Zahnärzten inspirierte Bürstenkopf, entfernt 100% mehr Plaque als eine herkömmliche Handzahnbürste. Dank der Positionserkennungs-Technologie der Genius 9000 sehen Sie immer, welche Bereiche im Mund Sie wie lange putzen. So können Sie Ihre Technik anpassen, um keine Stellen mehr auszulassen.“

 

20160816_202156.jpg

Wahnsinn – was da alles im „For me“-Testpaket dabei war!

Da stand nun das edle Paket und ich hielt die Genius 9000 zum ersten Mal in den Händen, wobei mir sofort das geringe Gewicht auffiel. Ich nutzte bereits eine elektrische Oral-B Zahnbürste (Professional Care) und erkannte einen horrenden Unterschied. Außerdem sieht sie wirklich schick aus, wie sie in ihrem schwarzen Gewand daherkommt. Also installierte ich schnell die dazugehörige App (das ist natürlich kein Muss – man kann die Zähne auch ohne Verbindung mit dem Smartphone putzen, polieren, die Zunge reinigen etc.) und machte mich ganz kurz oberflächlich mit der App bekannt. Habe das Leuchtband der Bürste individuell nach meinen Geschmack so eingerichtet, dass es lila blinkt (geht alles ganz einfach und intuitiv, Bluetooth anschalten und die Geräte finden sich automatisch) und das Smartphone mittels mitgelieferter Befestigung an den Spiegel gehängt (Man kann es auch ins Reiseetui stellen, dazu gibt es eine extra Vorrichtung). Jedoch konnte ich das Putzen kaum abwarten, woraufhin mir auch der erste Fauxpass unterlief – man sollte die bereits mit Zahnpasta präparierte Zahnbürste erst anschalten, wenn sich solche auch im Mund befindet. Also schnell das Bad geputzt und auf ein Neues!

20160816_205344 Kopie.jpg

Hier also der erste Eindruck vom Putzerlebnis: Ganz schön vibratiös! Junge junge, die Genius 9000 hat mein Zahnfleisch ganz schön zum Beben gebracht, das war teilweise sehr ungewohnt und teilweise echt kitzelig. Da ich beabsichtigte die Positionserkennung zu nutzen, putzte ich aufrecht und schaute aufs Smartphone-Display. Das mag für andere normal und ganz einfach klingen – wer mich kennt weiß aber, dass ich immer vornübergebeugt zum Waschbecken putze. Das hat seine Gründe, was nach dem Putzvorgang deutlich an meinem eingesauten Shirt zu erkennen war. Das wäre also ein Nachteil für mich, der aber wohl nur auf einen kleinen Teil der Menschheit treffen sollte. Nunja, die Messung hat nicht funktioniert, da ich zu schnell war und eigentlich erst die Funktion anstellen musste, das habe ich verpasst. Macht aber nichts, Zeit gemessen und theoretisch angezeigt, wo ich zu putzen habe, hat mir die App ja dennoch und zusätzlich wurde mir die Zeit mit Nachrichten, Bildern und sonstigem verkürzt, was man auch individuell einstellen kann. Keine schlechte Sache!

Meine Zähne fühlten sich nachher wirklich noch sauberer an, als bei meiner vorherigen elektrischen Bürste und damals war ich schon völlig angetan. Ich habe erst einmal nur die normale Reinigungsfunktion und die Zungenreinigung genutzt, auf die weiteren Funktionen gehe ich demnächst gesondert ein.

Welch ein schönes Projekt, für das man nicht mal zusätzliche Zeit aufbringen muss, da Zähneputzen ohnehin jeden Tag auf dem Plan stehen sollte.

Ich bin gespannt auf die nächsten Schritte mit der App und der Bürste und werde auch zeitnah davon berichten!

Montag

Bauchschmerzen. 

Beklemmende Magenkrämpfe gipfeln in Übelkeit. Wo eigentlich Freude über ein bevorstehendes Event sein sollte, herrscht Angst, Unsicherheit, Ratlosigkeit und Traurigkeit. Als ob es nicht genügen würde, dass nach wochenlanger Ermittlungen der Entführung feststand, dass die geliebte Tante ihr Leben lassen musste, nein – die Begrüßung der Kollegen ließ ihr ebenso das Blut in den Adern gefrieren. Verhaltene Blicke, heimliches Tuscheln und Ignoranz waren nur ein Teil der Reaktionen. Sie war isoliert, fühlte sich einsam und allein, was die freudige Begrüßung des Chefs auch nicht wettmachen konnte. Der Arbeitsplatz war verstellt, moderne Geräte durch vorsintflutliche Technik ausgetauscht. „Du warst ja eh nicht da, hier gibt es Arbeitskräfte, die die Mittel wirklich nötig hatten“, dabei schaute er ihr nicht einmal in die Augen und spuckte ihr das ‚wirklich‘ beinahe entgegen. Jedes Wort triefte vor Verachtung. 

Was war nur geschehen? Wann begann das wunderschöne, unbeschwerte Leben in solch beengte und beängstigende Bahnen abgedriftet zu sein? Als der Gong zur Pause ertönte, war das Brot in ihrer Tasche nicht mehr aufzufinden. Genugtuung machte sich im Raum breit, als die Mitarbeiter sie bei der Suche nach ihrem Essen beobachteten. Niemand sprach ein Wort. Sie spürte, wie sich Tränen ihren Weg nach oben bahnten – doch diesen Triumph wollte sie ihnen nicht gönnen. Hunger hatte sie ohnehin nicht, sollten sie doch glücklich werden mit ihrer Mahlzeit. 

Bevor der Arbeitstag dem Ende zuging, wachte sie auf. Alles nur ein furchtbarer Traum? Doch die Bauchschmerzen blieben. 

Beklemmende Magenkrämpfe gipfelten in Übelkeit.

Babyhose plus Beanie

Ein kleines Geschenk sollte es sein – da kommt mir etwas Genähtes immer recht. Ich kann weiter üben, es macht Spaß und alle haben etwas davon. So sollte es diesmal eine Hose mit passendem Beanie für meinen Neffen werden.

20160323_200816.jpg20160328_111635.jpg

Den Stoff habe ich gesehen und direkt gekauft, weil ich ihn für einen Jungen wie ihn so schnuckelig fande ( auch wenn ich viel zu viel kaufte und jetzt vermutlich in Produktion gehen könnte. Falls also jemand Interesse hätte?!)

Beide Dinge waren ultraschnell und leicht genäht.

IMG-20160417-WA0006 KopieIMG-20160417-WA0004IMG-20160417-WA0003IMG-20160417-WA0005

Die Mütze lässt er leider nicht auf – aber ein Versuch war es wert.

Stoff: Heimtextilien von Karstadt

Schnitt: Beanie von MamaHoch2 / Babyhose Käferchen von Frau Käferin

Bücherliste Juli

John Irving – Owen Meany

41kXM9s0ziL._SX312_BO1,204,203,200_.jpg

Inhalt:

John Irvings Auseinandersetzung mit einem halben Jahrhundert amerikanischer Geschichte, mit der Frage nach dem Glauben in einer chaotischen Welt: die bewegende Geschichte der einzigartigen Freundschaft zwischen Owen Meany und John Wheelwright. Man schreibt den Sommer 1953, die beiden elfjährigen Freunde Owen und John spielen Baseball, als ein fürchterliches Unglück passiert…

Mein Eindruck:

Welch wundervolle Figur, welch wundervoller Roman! Ein ganz außergewöhnliches Lesevergnügen, was perfekt die Geschichte der besonderen Freundschaft zwischen Owen Meany und John beschreibt, sowie die politische und religiöse Zeit, in der Sie lebten. Ebenso wird in Vorblenden von John auf seine Kindheit zurückgeschaut, die die Geschichte von damals immer weiter beleuchtet und dadurch einen ansteigenden Spannungsbogen produziert. Ebenso wird auch hier die Politik, Religion und die Zeit der „Gegenwart“ beleuchtet. Nebenbei gibt es noch die Handlungsstränge einiger anderer wichtigen Romanfiguren, sowie die Suche nach dem Geheimnis von John´s Mutter. Ein Meisterwerk der Erzählkunst, welches uns eine außergewöhnliche Geschichte dieses einzigartigen Charakters von Owen Meany erzählt, sodass beinahe 900 Seiten nicht einmal langweilig erscheinen.

 

Lois Lowry – Hüter der Erinnerung

hueter-der-erinnerung-das-buch-zum-film-098081277.jpg

Inhalt:

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas‘ Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht – ein lebensgefährliches Unterfangen …

Mein Eindruck:

Ein wahrlich seichtes Buch, welches man mal so nebenbei wegliest. Das Thema an sich ist interessant, jedoch wird es – als es richtig Fahrt aufnimmt – nicht weitergeführt. Ich hatte den Eindruck, dass es inmitten der Geschichte aufhört und war nicht böse darum, dass ich es nach anderthalb Tagen durchgelesen hatte.

 

Jonas Jonasson – Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

617JAjk+9JL._SX312_BO1,204,203,200_.jpg

Inhalt:

Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.

Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.

Mein Eindruck:

Nachdem das Buch nun jeder gelesen hat, habe ich es auch endlich mal geschafft und war wirklich überrascht, da ich mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt habe. Aber das tat dem Unterhaltungswert des Buches keinen Abbruch. Wirklich schön geschrieben und auf absurde Weise komisch. Ich mag es, wie sich die Erzählstränge der Vergangenheit und Gegenwart aufeinander zubewegen und zum Ende ein großes rundes Ganzes ergeben.

 

Andreas Hauffe – Mein Geheimnis, das Tagebuch und ein Pinguin

51P6SyDg9PL._SX334_BO1,204,203,200_.jpg

Inhalt:

Tobi sitzt ganz allein im Keller und hat Heimweh. Plötzlich hört er Stimmen. Die kommen aus der Wand! Aufgeregt macht er sich auf die Suche und entdeckt einen dunklen Geheimgang. Am Ende befindet sich ein Zimmer. Total verlassen und staubig. Und darin ein abgegriffenes Tagebuch. Es birgt ein altes Geheimnis …

Mein Eindruck:

Ein schönes, rundes Kinderbuch, welches Ängste und Gefühle eines Kindes im Heim auf realistische Weise näherbringt. Die Story ist schön erzählt und vor allem auf Grundlage des Lebens des Autors geschrieben, was in der Geschichte verwickelt wird. Dieser kleine Kniff zur Realität gefällt mir.

 

Kristin Harmel – Über uns der Himmel

51vpG-mJ+nL._SX332_BO1,204,203,200_.jpg

Inhalt:

Die junge Kate Waithman lebt mit ihrer großen Liebe Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude, in dem Patrick arbeitet …

Dreizehn Jahre später fühlt sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen Traum, der realer scheint als alles, was sie umgibt – von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie versucht, an der Vergangenheit festzuhalten, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte …

Mein Eindruck:

Hatte eigentlich ein bisschen etwas anderes von dem Buch erwartet, da der 11. September thematisiert wurde. Jedoch ist auch die Geschichte drumherum nicht übel gewesen. Eine Frau, die ihren Weg geht und auf ihr Gefühl hört und dadurch endlich wieder zum Glück findet. Wenn auch teilweise vorhersehbar, doch nett zu lesen.

 

Hannes Finkbeiner – Jogginghosen-Henry

51PJnmcyYdL.jpg

Inhalt:

Henry wollte natürlich schon immer seiner Traumfrau begegnen, aber ausgerechnet jetzt? Frühmorgens nach einer durchzechten Nacht, auf dem Campingplatz eines Metalfestivals? Ehe er begreift, was gerade passiert, ist die schöne Unbekannte wieder im Gewimmel verschwunden. Henrys Freunde Gabriel, Felix und Evil Enrico erkennen den Ernst der Lage und stellen umgehend eine Suchmannschaft auf die Beine. Was sie nicht ahnen: Das Wochenende hält noch einiges mehr bereit, das nicht auf dem Plan stand, und wird das Leben der Freunde mächtig durcheinanderbringen. Glück, Liebe und Tod sind im Leben eben auch nur Zeltnachbarn.

Mein Eindruck:

Ich hatte mir ein wenig mehr von dem Buch versprochen. Typische Schilderungen von Festival-Situationen waren jedoch echt und klasse. Es war eben eher ein seichtes, einfaches Lesevergnügen. Zum Ende hin bekam das Buch nochmal Tiefe durch eine Wendung mit der man nicht gerechnet hatte. Alles in allem amüsante Kurzweil.

 

David Peace – 1974

peace_d_1974_56881.jpg

Inhalt:

Mit »1974«, dem Auftakt seiner Yorkshire-Ripper-Saga, legt David Peace eines der spektakulärsten Debüts der letzten Jahre vor. Bei den Ermittlungen in einer grausamen Mordserie geht der junge Gerichtsreporter Eddie Dunford elf Tage durch die Hölle. »1974« ist eine Orgie des Blutes und der Gewalt, gleichwohl ein »gewaltiges Stück Literatur« (»Die Welt«), das von der internationalen Presse als Ereignis gefeiert und vielfach preisgekrönt wurde.

Mein Eindruck:

Was für ein völlig krankes, durchgeknalltes und vor allem bedrückendes Buch. Selten hat mich eine Geschichte dermaßen in ein dreckiges, stinkendes Loch geworfen, dass ich beim Lesen den Drang verspürte ständig den Kopf zu schütteln oder mich aus der Kloake zu befreien. Ein krasser unsympathischer Protagonist, dem keine Gnade gewährt wird. Die Geschichte um die Mordfälle, die er untersucht geraten beinahe in den Hintergrund. Es hat mich beklemmend zurückgelassen. Ich kann nicht sagen, ob ich es gut oder schlecht fände, einfach anders.

 

Sophie Seidel – Are you finished? No, we are from Norway

41q5-G5cHsL._SX314_BO1,204,203,200_.jpg

Inhalt:

Wer Menschenkenntnis entwickeln will, sollte Psychologie studieren – oder in der Gastronomie arbeiten. Denn: Die wahren menschlichen Abgründe tun sich dort auf, wo der Mensch isst, trinkt und am Stammtisch sitzt. Als Sophie Seidel sich als Kellnerin etwas Geld dazuverdienen will, geben ihr die Kollegen keine zwei Wochen. Sie beißt sich durch, stemmt Bierkrüge und vollgeladene Teller und hört nachts zum Abreagieren Metallica. Doch schuld am täglichen Irrsinn sind weder die Kollegen noch der diktatorische Koch: Es sind die Gäste, die Sophie Seidel an den Rand des Wahnsinns treiben … Ein humorvoller Bericht aus dem Leben einer Kellnerin.

Mein Eindruck:

Ein äußerst amüsantes und unterhaltsames Buch einer Kellnerin, die ihren Berufsalltag schildert. Dabei handelt es sich um keine fiktive Erzählung, sondern einen Tatsachenbericht – so ungewöhnlich einem die Geschichten teilweise auch vorkommen mögen. Manches Mal fühlt man sich ertappt, ein anderes Mal schüttelt man voller Ungläubigkeit den Kopf und wiederum nicht selten wird einem bwusst, dass man doch uch schon solch eigenartigen Spezies Mensch begegnet ist, zu denen die Geschichten passen würden. Nach dem Genuss dieses Buches überdenkt man vielleicht beim nächsten Restaurant-Besuch den Umgang mit der Bedienung. Empfehlenswert!