Probenähen! Capone von Unikatze.

Ich bin verliebt, schon wieder. Als ich den Aufruf von Unikatze auf Facebook sah, mit dem wunderschönen Rock als Teaser, MUSSTE ich mich bewerben! Ich bin mit meinen 1,75 m nicht die kleinste Frau, lange Röcke oder Kleider zu finden, die mir auch wirklich passen, ist nicht gerade einfach. Zudem der richtige Stoff und das richtige Muster zur Auswahl… nunja, das ist beinahe ein Sechser im Lotto. Aber den hatte ich auch mit dem Capone. Der Schnitt macht unglaublich was her und ist dabei so einfach zu nähen!!! Ich hatte zwar ein paar Anlaufschwierigkeiten, das lag aber an meiner Blödheit und nicht am Schnittmuster oder der Nähanleitung. Nachdem ich alle Falten gelegt, fertig geheftet und den Reißverschluss eingenäht hatte, saß der Rock bei der ersten Anprobe leider so rein gar nicht (ja, man sollte die Taille vorab auch richtig messen).

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Rechts vom Clip war alles Überschuss

Durch die Falten kann man diesen jedoch nicht einfach seitlich enger nähen. Also alles nochmal auftrennen und umständlich von halb vorn. Aber es hat sich gelohnt. Ich liebe den Rock schon jetzt, zumal ich unglaublich viel Glück beim Stoff hatte. Einmal ins Karstadt gelaufen, reduzierten Leinen gefunden und sofort gewusst, dass der PERFEKT ist (keine 5 Euro der Meter!!!). Das ist das Tolle an einem bodenlangen Rock, da darf auch mal ein richtig großflächiges Muster her. Wunderschön. Kombiniert mit einem einfachen Shirt ist man super angezogen.

Am Strahlen in meinem Gesicht sieht man, glaube ich, wie toll ich dieses Schnittmuster finde! Leider waren durch die Kürze der Zeit nur noch schnelle Bilder auf der Dachterasse möglich (sorry, sorry, sorry).
Eigentlich wollte ich auch noch eine kurze Variante nähen, was ich zeitlich durch die Verzögerungen leider nicht geschafft habe, aber da wird auf jeden Fall noch etwas folgen. Was für ein herrliches Schnittmuster – danke liebe Unikatze (und danke ans ganze herzliche Probenähteam)!!!

Stoff: Karstadt

Schnitt: Capone von Unikatze (wurde mir im Zuge eines Probenähens kostenfrei zur Verfügung gestellt)

Produkttest – Sprocket

Was für ein Produkttest! Jeder kennt das, jeder macht es: Wir schießen in allen Situationen Fotos. Vom Essen, von Freunden, von besonderen Momenten, von uns selbst. Diese werden auf Instagram Facebook, Twitter und Co geteilt, bleiben dort für die Ewigkeit und sind dennoch nicht greifbar. Das alles kann sich mit dem HP Sprocket im Handtaschenformat ändern. Denn dieser druckt Deine Schnapschüsse direkt vom Handy aus – Ewigkeit zum Anfassen. Das Bild, das dort herauskommt, kann nicht nur die Brieftasche verschönern, sondern bei Bedarf sogar als Aufkleber genutzt werden. Die Ausdrucke sind mit passender Abziehfolie bestückt.
Der Sprocket gefällt mir gut (auch wenn ich die weiße Variante schicker finde, jedoch den Schwarzen testete). Er passt wirklich in jede Tasche und sorgt für Spaß bei Freunden und Verwandten. Besonders gelobt wurde bisher als Reaktion auf meine Vorführungen immer die Verwendung als Aufkleber bei Bedarf. Ist ja kein Muss, aber eine schicke Sache, wenn man es gerade gebrauchen kann.
Außerdem finde ich persönlich klasse, wie schnell der Sprocket druckt, ruckzuck ist das Bild vom Handy per Bluetooth übertragen und man hält es in den Händen. Schöne Schnappschüsse für den Geldbeutel oder Spiegel usw. da sie als wirkliche Bilder zu klein sind, aber für diesen Zweck wurden sie ja auch nicht konzipiert.
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Der Sprocket war der absolute Renner bei unserem Osterfest. Wir haben zuerst fröhliche Bilder im Garten geschossen und dann durfte sich jeder eines aussuchen, welches er dann behalten durfte. Gerade die Jüngeren musste ich dann irgendwann bremsen, bevor das Papier leer war.
Rundum gelungen.

Bücherliste April

Roland Blümel – Männerfeindschaft

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Inhalt:

Zwei Jugendfreunde werden nach Jahren zu erbitterten Feinden. Zuerst sind sie nur berufliche Konkurrenten, die sich gegenseitig die Kunden wegnehmen. Im Laufe der Zeit wird der Konkurrenzkampf immer heftiger und persönlicher. Als die Konflikte schließlich immer mehr eskalieren, wird aus dem Gegeneinander ein tödliches Spiel, in das auch die beiden Ehefrauen hineingezogen werden.

Mein Eindruck:

Anfangs packte mich das Buch nicht so richtig. Es war eine Anreihung an kurzen Episoden, die Charaktere waren mir etwas zu überzogen und unrealistisch. Doch je weiter ich beim Lesen voran Schritt, desto spannender wurde es und leider bin ich davon überzeugt, dass es so furchtbare Menschen wirklich gibt. Durch die kurzen knackigen Kapitel kommt man gut durch das Buch. Ab der Mitte ca. verstricken sich die verschiedenen Personen immer mehr miteinander, es zeigt sich ganz klar: Handlung – Konsequenzen. Das macht es dann doch spannend. Ich denke die Geschichte der „Freundschaft“ ist etwas überzogen, jedoch gibt es genug Beispiele, dass Macht, Stolz und Geld den Menschen verändern und in den Abgrund ziehen können. Alles in allem ein solides Lesevergnügen.

 

Christoph Fromm – Amoklauf im Paradies

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Inhalt:

Erwin dreht durch! Dabei fängt alles ganz harmlos an. Erwin ist Mitte vierzig, Ehemann, Familienvater. Seine Arbeit in einer mittelgroßen Immobilienfirma betreibt er mit mittelgroßem Ehrgeiz. Während eines Schwedenurlaubs mit der Familie erliegt er ausgerechnet der Faszination des Fliegenfischens und sein Leben gerät völlig aus der Spur. Erwin ist bald kein Ehemann mehr und seine sexuelle Identität gerät ins Wanken. Dass er sich in den Kopf gesetzt hat, die Gründung einer Fliegenfischerschule in Mittelschweden mit dem Drogenentzug seiner Tochter zu verbinden, macht die Sache nicht einfacher. Unter der Decke des Alltags lauert die Freiheit und hinter der Freiheit die Depression. Erwins Wunsch, in der Natur zu leben, obwohl ihm alle Voraussetzungen dafür fehlen, entwickelt sich zu einem Amoklauf der Gefühle. Figuren und Handlung in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit realen Figuren sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Sollte es doch die eine oder andere Übereinstimmung geben, liegt das daran, dass unsere Realität bisweilen groteske Züge angenommen hat…

Mein Eindruck:

Bissig, bisweilen lustig und auch irgendwie ernst. Das Buch ging mir ein bisschen zu sehr ins Detail, was das Fliegenfischen betrifft. Doch blendet man dieses Hobby um Erwin aus und lässt sich ganz auf seine Geschichte und die Beziehung zu seinen Mitmenschen ein, dann kann man hier wirklich noch etwas über Lebensträume, Ziele und verpasste Chancen lernen. Aber eben auch, dass es nie zu spät ist. Das alles mit Biss und lustiger, sarkastischer Ironie.

Nora Bendzko – Wolfssucht

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Inhalt:

Nur weil Skandar, der Sohn des Jägers, sie beschützte, ist Irina noch am Leben. Selbst als Erwachsene verfolgen sie die Bilder des brutalen Mordes.
In ihrem Dorf fühlt sie sich ausgestoßen. Hinter ihrem Rücken nennt man sie verflucht.
Allein Skandar will Irina für sich gewinnen. Als er sein Ziel nicht erreicht, schlägt seine Zuneigung in Gewalt um.
Irina muss fliehen.
Doch »es« lauert immer noch da draußen. Im finsteren Wald. Leonores Mörder hat Irina nicht vergessen.
Ihre erneute Begegnung setzt blutige Ereignisse in Gang, die das ganze Dorf ins Verderben zu reißen drohen …

Mein Eindruck:

Geheimnisvoll und düster, aber dennoch wunderschön, so empfand ich diese andere Interpretation des Märchens Rotkäppchen, welches definitiv nur als Idee herhielt und sonst nicht mehr viel mit dem Ursprung gemein hat. Spannend, mit unvorhersehbaren Wendungen und in einem Rutsch dahin gelesen.

Anton Gsell – Geraubt

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Inhalt:

Eine magische Nacht. Vier glücklose Diebe. Ein riskanter Raub. Und dann beginnt die Jagd…!

Mein Eindruck:

Naaaaajaaaaaaaaaaa… an sich hat das Buch ganz gut angefangen, driftete dann aber in eine Richtung ab, die nicht so ganz meins ist. Vampire und solche Stories… ich hätte mich vielleicht darauf einlassen können, hätte ich nicht eigentlich etwas völlig anderes erwartet. Spannend war es irgendwie, aber leider auch etwas vorhersehbar. Außerdem gewinnt es für mich den Preis des „schlechtgewähltesten Covers ever“.

Enrico Bretschneider – Der blinde Junge, der sieben Sommertage lang Farben sah

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Inhalt:

Es gab damals diese verlassene Farbfabrik nicht fern unseres Örtchens Regenwiese. Ich war sieben und die Menschen erzählten mir, ich sei von Geburt an vollständig blind, wäre nicht normal, könne nicht einmal unseren Garten eigenständig verlassen. Sie glaubten nie, dass ich in jenem Sommer ’72 allein losgezogen war und auf dem Weg zur Farbfabrik auf Welten traf, die mir nicht nur treue Freunde bescherten, sondern auch sämtliche Farben unserer wunderbaren Erde zeigten. Mein Name ist Karl Weltenlos. Ihr sollt wissen, wer ich bin. Meine alten Augen sind nutzlos, mein Mund ist es nicht. Trotzdem kann ich nicht sagen, was ich seit jenen Tagen am meisten vermisse: Die Kleinen Kleckser, vielleicht den Kohlekobold, die Wolkenschafe, den Fehlerteufel, mein Karlmäleon oder tatsächlich nur das Taumeln durch buntgesprenkelte Wiesen, lodernde Herbstwälder oder den blauen Salzwind des endlosen Ozeans?

Mein Eindruck:

Ich kannte bereits die vorherigen Bücher des Autors. Währenddessen diese eher etwas düster anmuteten, findet man sich hier in einem Paradies an Farben, Freuden und Buntem wieder. Alles garniert mit einer schier unendlichen Phantasie und Liebe zum Detail, dass es mich immer wieder aufs Neue verzaubert. Ich bin nur so über die Seiten geflogen, da die Geschichte nicht nur das Herz erwärmt, sondern auch wichtige Botschaften transportiert und dennoch nicht an Spannung einbüßt. Ich mag das Buch, die blumige Sprache und jede einzelne Hauptperson. Welch ein Lesevergnügen!

Marco Boehm – Horizont Atlantis

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Inhalt:

Was bedeutet die Tätowierung einer siebenbeinigen Spinne auf dem Kopf des Toten am Strand? Ist die Sekte „Horizont Atlantis“ noch immer aktiv?
Die Leiche am Strand von Sylt scheint zunächst zu einem Routinefall für Kommissar Jürgen Thorson und seinen Kollegen Peter Brunwald zu werden. Doch schon bald häufen sich merkwürdige Zufälle.
Was als norddeutscher Krimi beginnt, entwickelt sich zu einem Thriller auf globaler Bühne. Der Zusammenhang zwischen ihrem Fall, den terroristischen Anschlägen und Naturkatastrophen, die aktuell die Welt erschüttern, wird Thorson und Brunwald erst allmählich klar, als sie gemeinsam mit dem Journalisten Fritz Gehling einer folgenschweren Verschwörung auf die Spur kommen. Es beginnt ein packender Kampf des Trios gegen die dunklen Machenschaften von „Horizont Atlantis“.

Mein Eindruck:

Der Anfang des Buches lässt den Leser direkt in einer mystischen, bedrückenden Stimmung zurück, man weiß nicht direkt in welche Richtung sich das Buch entwickelt, will aber unbedingt weiter lesen, da es sehr gut und spannungsgeladen geschrieben ist. Besonders angenehm sind auch die kurzen Kapitel, die dem Leseerlebnis auf jeden Fall gut tun. Ich mag es wie die Protagonisten anfangs scheinbar nichts miteinander zu tun haben und im Laufe der Geschichte miteinander verknüpft werden. Die Thematik des Buches ist sehr erschreckend, da gar nicht so weit her geholt. Die Forschung in Bezug auf Klonen – auch bei Menschen – Manipulation und biochemischen Waffen ist vermutlich weiter als man zu glauben wagt und wenn man solch ein Szenario einmal vor Augen geführt bekommt, macht sich ein dicker Kloß im Hals breit. Von daher wirklich klasse! Was nicht ganz meinem Geschmack entsprach, war das Ende, welches doch sehr in die Sience-Fiction-Schiene abdriftete, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

12 Colours of Handmade Fashion

Ich bin ein wenig spät dran, wollte eigentlich auch schon bei grün und rosa mitmachen, aber endlich hat es geklappt: gelb! Die liebe Selmin von TweedandGreet hat eine Jahreschallenge ins Leben gerufen, bei der sie jeden Monat eine Farbe verkündet, mit der man ein selbstgenähtes Outfit erstellen soll. So beschäftigt man sich auch mal mit anderen Farben, überlegt wie sie in den Kleiderschrank passen könnten und springt auch farblich das ein oder andere Mal über seinen Schatten.

Im April war also die Farbe gelb dran. Ich liebe gelb. Gelb ist Frühling, gelb ist Sommer, gelb ist Fröhlichkeit und Unbeschwertheit, gelb ist auch ein bisschen Selbstbewusstsein. Ich hütete schon seit mehreren Wochen einen gelben Stoffschatz zuhause, aus dem eigentlich ein Pulli entstehen sollte. Da ich hier aber auch andauernd nicht in die Hufe kam, fand ich es unpassend einen Hoodie zu nähen, wo doch langsam die Natur erwacht und uns die Sonne immer mehr erfreut und das Näschen kitzelt. Durch Selmin inspiriert schnappte ich mir also meinen Flying Blossom-Stoff von Astrokatze und schwenkte auf ein Frühlingskleid um. Lustigerweise suchte ich mir dazu das Schnittmuster „Herbstgold“ aus. Auch hier steckt also das gelb mit drin, und warum nicht Frühling, anstatt Herbst?

Beim Zuschnitt wurde es jedoch recht knifflig, da ich eigentlich zu wenig Stoff hatte (sollte ja ein Pulli werden) und wirklich hin und her überlegen und basteln musste. Doch irgendwie habe ich es hinbekommen und ein wunderschönes Kleidchen gezaubert. An sich merkt man auch nur beim hinteren Rockteil, dass ich vom eigentlichen Zuschnitt abweichen musste. Dieses besteht bei mir nämlich aus zwei Teilen und hat nun in der Mitte eine Naht. Nicht die schönste Lösung, aber ich kann damit gut leben.

Doch genug geredet, ich lasse nun die Bilder sprechen! Denn als das Kleidchen fertig war, kam passend dazu die gelbe Sonne hervor und schenkte mir direkt das passende Licht für die Fotos!

Ich liebe das Kleid jetzt schon, ich glaube das sieht man auch. Ein toller Schnitt und zudem ein wundervoller Stoff von hochwertiger Qualität, da merkt man einfach den Unterschied.

Stoff: Flying Blossum von Astrokatze, hier und hier!

Schnitt: Herbstgold von Die wilde Matrossel

Verlinkt bei: #12ColoursofHandmadeFashion

Das kleine Glück

Der Morgen begann ganz leise, grau und leicht fröstelnd. Der Kuschelpulli schaffte Abhilfe und die flauschige Decke tat ihr übriges. Langsam drangen Geräusche ans Ohr. Die Glocken der Kirchtürme erinnerten an den letzten Osterfeiertag. Kleine Regentropfen ließen das gemütliche Heim noch geborgener erscheinen, als sie wie viele kleine Trippelfüßchen gegen die Fensterscheiben fielen. Das heiße Getränk aus der bunten fröhlichen Tasse brachte sowohl Wärme als auch Farbe in den Morgen. Das fröhliche Buchcover, das eine Welt voller phantastischer Worte beherbergte, führte wie ein schillernder Regenbogen durch Wohnzimmer und Seele.

Vorbei das gesellige Ostern, Zeit für Zweisamkeit. Ob mit dem Liebsten, mit einer heißen Tasse Kaffee oder einem wundervollen Buch. Zeit für Besinnung auf das kleine Glück. Weder abgelenkt durch Völlerei oder übertriebene Genießereien, sei es in flüssiger oder fester Form. 

Kleines Glück, doch so groß. 

Frohe Ostern!

Es ist bereits ein Jahr vergangen, als ich diesen Text schrieb. Jedoch trifft er immer noch genau das, was ich an Ostern fühle und uns allen wünsche! Frohe Ostern meine Lieben ob gläubig oder nicht: besinnt euch heute auf das, was ihr habt und als Glück empfinden könnt und tragt ein kleines Osterlächeln um die Welt!

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