Ballonkleid

Ich besitze ein supersüßes Ballonkleid mit Katzen darauf. Es ist außergewöhnlich und ich werde auch des Öfteren darauf angesprochen. Daher wollte ich mir unbedingt ein Kleid in diesem Stil nähen. Ich war mir unsicher, ob ich es schon schaffe den Schnitt von einem vorhandenen Kleidungsstück abzunehmen oder doch auf Nummer Sicher zu gehen und einen ähnlichen zu kaufen. Ich habe mich dann letztendlich für letzteres entschieden. Es sollt ein Kleid im maritimen Stil werden, da ich mich gerade an Ankern nicht sattsehen kann und dazu noch einen tollen Streifenjersey im Schrank liegen hatte, der auf seinen Einsatz wartete. Das sollte nun so weit sein.20160517_182830-01.jpeg20160517_183033-01.jpeg

Da ich das Kleid schnellstmöglich fertig nähen wollte, habe ich zwar während des Nähens gemerkt, dass der nicht dehnbare Stoff für die rote Schleife nicht wirklich geeignet war, habe aber nichts mehr daran geändert. Dadurch wirft das Kleid unschöne Falten, die ich mit einem elastischen Stoff hätte vermeiden können. Nach zweimaligem Auftrennen und wieder Festnähen waren die Falten dann ungefähr nach meinen Geschmack, wenn auch nicht perfekt.

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Was ich an dem Kleid sehr schätze, ist die Möglichkeit es mit Strumpfhose Stiefeln und Bolero genauso tragen zu können, wie ganz leger mit Chucks. Das macht es zu einem idealen Freizeitbegleiter, egal bei welchem Wetter.

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Stolz war ich hier auf das doppelt genähte Oberteil, welches ich in dieser Weise noch nicht realisiert hatte. (Das war auch das einzige, weshalb es gut war, den Schnitt gekauft zu haben)

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Als Fazit kann ich dennoch sagen, dass ich mir das Geld für den Schnitt hätte sparen können, da ich daran doch noch ganz schön viel geändert habe und es somit vermutlich auch einfach von meinem vorhandenen Kleid hätte abnehmen können. Aber wer weiß das schon?

Stoff: gestreifter Stoff ist aus dem Tedox (Schnäppchen da Rest), roter Schleifenstoff aus der Heimtextilien-Abteilung von Karstadt und der Ankerstoff von Zick Zack

Schnitt: Ballonkleid von Schnipp-Schnapp-Schnittmuster

 

 

Kleid Lilli

Da ich unbedingt etwas Hübsches, Anspruchsvolleres für mich nähen wollte, traute ich mich an das Kleid Lilli, welches es bei Makerist gerade kostenlos gab. Ich fand es zauberhaft und dachte, es auf einer bevorstehende Familienfeier tragen zu können. Ich hatte wunderschönen Stoff zur Hand, der sich perfekt für das Kleid eignete, da er etwas fester und doch leicht dehnbar war. Eben so, dass er das ein oder andere Pölsterchen kaschieren könnte.

Bei diesem Kleid habe ich wirklich viel lernen können. Ich habe zum ersten Mal vor Beginn des Nähens alle Schnittteile umsäumt, habe gelernt was ein Schrägband ist, wie man es selbst herstellen kann und wie man es schlussendlich vernäht, wie man einen unsichtbaren Reißverschluss verarbeitet, sowie das Säumen des Kleides im letzten Step von Hand.

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Mit dem Ergebnis bin ich wirklich zufrieden und eigentlich schwer angetan. Es gibt nur eine Kleinigkeit, die ich erst zu spät bemerkt habe. Das Muster des Krages liegt links nicht wie rechts. Darüber könnte ich jedoch hinweg sehen. Was mich wirklich ärgert liegt nicht am Kleid selbst sondern an meinem Hohlkreuz. Denn leider werde ich es so nie tragen können, da es wirklich viele Falten im Rücken schlägt. Leider kenne ich noch keine Tricks, wie man so etwas vermeidet. Habt ihr Tipps für mich?

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Ärgerlicher Hohlkreuz-Faltenwurf

Aber genug geschwafelt, hier das Ergebnis! Bei dem Shooting hat mich meine geduldige Mama unterstützt, der ich hiermit auch ganz herzlich danke! Wir hatten viel Spaß und weitere Bilder dieses Nachmittags folgen.

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Schnitt: Kleid Lilli von Laveya-Schnitte

Stoff: Heimtextilien-Abteilung Karstadt

 

Es sind nicht die Chips…

Eine laue Frühlingsnacht. Es duftet nach Grillfleisch, eine Terasse ist festlich geschmückt und mit hübsch gesetzten Leuchtmitteln illuminiert. Die Partygäste lechzen spürbar nach dem nahenden Sommer und freuen sich über den kleinen Vorgeschmack. Der Hausherr verspricht Live-Musik, auf die sich alle freuen können. Er hat nicht zu viel verheißen. Nachdem die Bäuche gefüllt und in jeder Hand ein Getränk zu finden war, formierten sich drei Musiker um zwei Gitarren und ein Cajon. Was dann folgt, übertrifft die angefütterten Erwartungen der Anwesenden. Eine wundervolle Stimme ertönt und bezaubert mit ihrer Unvergleichbarkeit. Weitere Lieder folgen, die Sänger wechseln. Es werden bekannte, als auch unbekannte eigene Songs performt. Die Drei haben nichts geplant und funktionieren dennoch in einer perfekten Symbiose. Wie durch Zauberhand wird Gesang begleitet, eine passende Bridge eingebaut und zur gleichen Zeit mit dem Kunstwerk gestoppt. Es hat etwas Magisches, was auch die Zuhörer spüren. In diesem Moment, auf dieser schönen Terrasse an dem lauen Frühlingsabend passt einfach alles. Diese musikalische Blase hüllt alles in ein glückliches, zufriedenes Lächeln. Wie kann es Mord und Krieg geben, wenn einzelne Akkorde so unterschiedliche Menschen märchenhaft zusammenbringen, gebündelt in einer Hand voll Tönen und Worten?

Es sind nicht die Chips, nach denen ich süchtig bin und von denen ich nie loskommen werde. Es ist definitiv die Musik!

Übertopf

Wer Pflanzen mag und besitzt, weiß, dass diese auch größer werden, von Zeit zu Zeit umgetopft werden müssen und einem langsam die Übertöpfe ausgehen. Schaut man sich dann nach geeignetem Material um, welches groß genug ist und bestenfalls auch noch gefällt, mag der Geldbeutel gar nicht so viel hergeben.

Da mir eine schöne Optik jedoch wichtig ist – gerade bei Dingen, die ich im Alltag ständig vor der Nase habe – musste eine Lösung her. Warum also nicht einfach einen Übertopf nähen?

Nachdem ich zum Geburtstag meiner Tante einen Utensilo genäht hatte (meinen ersten, der leider ohne Foto verschenkt wurde), wollte ich zuerst dieses Schnittmuster nutzen. Habe mich dann aber für eine englischsprachige Anleitung entschieden. Übersetzt hab ich diese nicht wirklich, das meiste lief über die Bilder und den logischen Verstand.
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Hat dann eigentlich auch ganz gut funktioniert. Der Topf ist gut eingepackt, ich konnte wieder etwas nähen und erfreue mich jetzt seines Anblicks.

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Stoff: Heimtextilien Karstadt

Schnittmuster: Freebook Fabric Planter von abeautifulmess – vereinfacht (Obwohl ich schon Kordel gekauft hatte, habe ich diese im letzten Step dann doch vernachlässigt, da ich den Überzug schon stimmig genug fand)

Tabaktasche

Was habe ich mich in diesen süßen Affenstoff verliebt (der auch eine Menge Geld gekostet hat). Daraus habe ich eine Tabaktasche genäht, die mir erstaunlich gut von der Hand ging. War ja nun mal etwas anderes als Kleider. Mir ist beim Nähen aufgefallen, dass ich oft gar nicht wirklich wusste, was ich tat, mich jedoch genau an der Anleitung entlanghangelte und später wirklich eine Tasche daraus wurde. Das war äußerst spannend und hat mir mal wieder gezeigt: Mit viel Geduld und Spucke schafft man alles! Die Tasche bietet Platz für den Tabak, Blättchen, Feuerzeug und Filter und hat zudem noch zusätzlichen Stauraum.

Kreativ darf man übrigens auch sein. Ein Gummi hatte mir nämlich gefehlt. Da ich die Tasche aber unbedingt fertig nähen wollte, habe ich das Bündchen einer alten Boxershort aufgetrennt und das Gummi dort entwendet. Perfekt!

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Stoff: beide aus der Heimtextilien-Abteilung von Karstadt

Schnitt: Freebook von www.kreativoderprimitiv.de

Das schwarze Moor

In meiner Kindheit war ich sehr oft im schwarzen Moor. Gibt es in Fladungen ein paar Kilometer weiter doch die besten Thüringer Rostbratwürstchen zu kaufen, die wir pro Grillsaison aufgrund von kompletten Verwandtschaftsbestellungen waschkörebweise nach Hause fuhren. Da wir dann ohnehin am Dreiländereck (Bayern, Hessen, Thüringen) waren, konnten wir dort auch direkt eine der leckeren Würstchen vom Grill genießen und ab und an vorher auch durchs Moor laufen.

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Ich habe es immer geliebt, den Holzbohlenweg durch das Moor zu gehen, die schöne Natur anzuschauen, die ein bisschen an Heide erinnert und gleichzeitig ein spannendes, beinahe mystisches Gefühl zu bekommen, spätestens wenn wir am Moorauge vorbeiliefen. Das Moor kann so manches Geheimnis schlucken und die Ungewissheit hat auf die Menschheit schon immer einen gewissen Reiz, sowie aufregende Angst ausgeübt.

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Einen Ausflug ist das schwarze Moor auf jeden Fall wert, hat sich auch einiges seit meiner Kindheit verändert. Es gibt nun einen neuen Lehrpfad, der von der ZDF-Sendung „Löwenzahn“ gespendet und speziell auf Kinder zugeschnitten wurde. Auch die übrigen Informationstafeln über Enstehung, Besonderheiten, Flora und Fauna des Moores wurden neu gemacht und veranschaulichen das Gesehene. 20160514_154634.jpg

Leider gibt es die urige Grillhütte von früher nicht mehr. Diese ist nun einem Gastronomie-Haus gewichen, welches für mich nicht mehr den alten Charme erreichen kann. Dafür hat man nun aber auch Sitzplätze im geschützten Raum und eine größere Vielfalt. Im Vordergrund steht jedoch nach wie vor die Rostbratwurst, die nur im Brötchen angeboten wird und sich so nicht von Pommes ablenken lässt. Auf Wunsch gibt es sogar eine vegane Variante.

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Thüringer Rostbartwurst für 2,50 € (Stand: 14. Mai 2016)

Hinter dem „neu gebauten“ Haus befindet sich noch ein Spielplatz für die kleineren Besucher, auf dem herrlich herumgekraxelt werden kann (ich habe das ausprobiert!)

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Neu im Moor selbst ist ein Aussichtsturm, der einen 360 Grad Blick über das Moor bietet.

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Was ich hier als neu beschreibe, mag dort schon seit Jahren so sein. Ich war nur einfach lange nicht da, weshalb es für mich den neuen Anschein hat. Das ist also sehr subjektiv.

Auf dem anliegenden Parkplatz sollte es genug Platz für interessierte Besucher geben, die von dort auch weitere schöne Wanderwege durch die Rhön begehen können.

Märchen

Wie wundervoll kann man denn schreiben? Ich liebe den Text und die darin enthaltene Wahrheit. Das kann ich euch nicht vorenthalten und hoffe, ihr müsst beim Lesen genauso lachen wie ich.

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Jedes Kind kennt Märchen. Vor allem deshalb, weil liebende Eltern sie ihnen regelmäßig zu Gehör bringen, ob sie nun wollen oder nicht. Die lieben Kleinen schlafen schließlich viel besser, wenn man ihnen vorher etwas von kannibalistischen Hexen, komatösen Prinzessinnen und vom Wolf gefressenen Omas erzählt. Neben dererlei Schauergeschichten sind Märchen ein Füllhorn an Stereotypen. Eindimensionale Charaktere in immer derselben Story, deren Ende grundsätzlich ab dem ersten Satz klar vorhersehbar ist.

An der Stelle sei bemerkt, dass hier lediglich von den allseits beliebten Volks- und Hausmärchen die Rede ist, deren Chronisten Wilhelm und Jakob Grimm das unglaubliche Glück hatten, in einer Zeit vor Frauenbewegung und Jugendämtern gelebt zu haben. Kunstmärchen pflegen wenigstens den Anschein von Anstand und gesundem Menschenverstand, hier möge als Beispiel „Die kleine Meerjungfrau“ genügen. Sie tauschte Fischschwanz für Beine, gab ihre Stimme dafür in Zahlung und verließ Hals über Kopf Familie, Freunde und Heimat, um ihren Traumprinzen zu…

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