Softshell-Jacke

Ich wurde immer sicherer und wollte mir somit mal etwas mehr zutrauen. Zudem suchte ich gerade ein Geschenk und das Geburtstagskind wollte schon immer mal eine Softshelljacke. Na, da musste ich doch nur eins und eins zusammen zählen.

Also begab ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Schnittmuster für dieses Projekt. Erst im Nachhinein dämmerte mir, dass ich jeden Zipper hätte benutzen können, ich entschied mich jedoch für das Schnittmuster „Fehmarn“ von farbenmix und bestellte somit zum ersten Mal ein bereits vollständiges Schnittmuster. Schön, dass ich nicht erst Basteln musste. Außerdem hatte ich zu diesem Schnittmuster keine wirkliche bebilderte Anleitung, was das Nähen echt tricky gemacht hat. Aber irgendwie habe ich mich da durchgefriemelt.

Neu war hier, dass man bei dem Stoff eher keine Stecknadeln verwenden konnte. Da ich so etwas wie Wonderclips nicht besitze, habe ich mir einfach mit Büroklammern ausgeholfen. Die waren eh im Haus und somit kostenlos.

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Im Endeffekt kam eine Jacke heraus, die auf die Ferne auch wirklich cool aussieht. Man darf eben nur nicht so genau gucken – ich habe zum ersten Mal Softshell vernäht, was meine Nähmaschine z.B. an den Einfassungen der Taschen nicht so toll fand. Ansonsten lief es besser als gedacht, was mich jedoch zusätzlich etwas ärgerte, war der Reißverschluss. Der ist nämlich leider ein kleines bisschen zu kurz und lässt nun am Kinn eine kleine Lücke offen.

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Das Geschenk kam dennoch super an und das ist ja die Hauptsache!

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Stoff: Ebayshop „Pretty Woman“

Schnitt: „Fehmarn“ von Farbenmix

Produkttest: Deodorant Garnier mineral Ultra Dry

„Ein Deo, das auch ganz ohne Zusatz von Duftstoffen gegen Körpergerüche und Schweiß wirkt.“

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Die Deos haben alles, was sie brauchen: sie halten dem Alltag stand, ebenso Anstrengungen bei sommerlichen Temperaturen. Dabei sind sie herrlich unaufdringlich, da nahezu geruchsfrei. Flecken auf meinen Klamotten habe ich auch keine bemerkt. Besonders klasse finde ich die Lock/Unlock-Option am Spray, falls man es mal in der Tasche trägt und keine unangenehmen Überraschungen möchte. Mir hat es also gefallen, auch wenn es Aluminium enthält, was man ja eher vermeiden sollte. Dennoch fühlte ich mich rundum geschützt. Ob ich darauf 48 Stunden vertrauen würde, wage ich jedoch stark zu bezweifeln.

Da mein Deo von adidas scheinbar vom Markt genommen wurde und ich mich somit auf der Suche nach einem Neuen befinde, traf sich der Test ganz gut – das könnte es werden!

No. 31 | 365 Wunschgedanken

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„Unser Leben wäre um einiges leichter, wenn es uns nicht so  schwer fiele, das Schwierige vom Leichten zu unterscheiden“

Ich wohne in unmittelbarer Nähe zum Klinikum. Die Rettungshubschrauberschneise führt direkt über das Haus. Das macht natürlich einen riesigen Lärm, den man aus Gewöhnung und der guten Isolierung der Fenster aber kaum noch wahrnimmt. Außer beim Lüften. Stehen die Fenster offen, versteht man beim Flug des Helikopters sein eigenes Wort nicht mehr. So kommt es auch, dass ich sehr oft zurückspulen muss, wenn ich mich mal wieder in einem Serienmarathon befinde. Ärgerlich.

Ärgerlich? Mir wird schmerzlich bewusst, dass da oben in der Luft gerade jemand um sein Leben kämpft oder zumindest solche Verletzungen hat, dass er nicht im entferntesten an Serien denken kann. Wie dekadent und unsympathisch ist es da von mir, dass ich die Augen verdrehe, wenn ich mal wieder nichts vom Dialog im TV verstehe?

Seit ich hier wohne, bekomme ich tagtäglich mit, wie oft der Hubschrauber ausrücken muss. Das ist erschreckend und mit jedem Male, welches ich den Flug bewusst wahrnehme, schicke ich einen kleines Stoßgebet gen Himmel, mit den besten Genesungswünschen.

Zeit dazu habe ich ja, denn verstehen tue ich in der Zeit ohnehin nichts.

Bildquelle: Hendrik Urbin

Ein kleiner Kuschelfreund

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In unserer Clique gab es Nachwuchs – wie immer dstand die Frage im Raum: Was wollen wir schenken? Da Eltern unserer Meinung nach am besten Geld gebrauchen können, mussten wir uns nur noch überlegen, welche Verpackung wir für das Geld schenken.

So kam ich auf die Idee ein kleines Kuscheltier zu nähen und an diesem das Geld zu befestigen. Gesagt getan! Das Ergebnis ist nicht ganz so geworden, wie es sollte, aber ich muss auch ehrlich zugeben: Was für ein GEFRIEMEL! Manche Nähte waren einfach zu gut versteckt, kaum erreichbar oder zu eng, sodass der Elefant vermutlich schöner geworden wäre, hätte ich ihn mit der Hand genäht. Aber man erkennt, was es sein soll und für das erste kleine Kuscheltier mit der Nähmaschine sollte ich einfach zufrieden sein.

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Ursprünglich wollte ich in die Ohren einen Knistereffekt einbauen. Im Netz hatte ich gelesen, dass hierfür gerne Bratenschlauch verwendet wird. Jedoch hatte ich keinen zuhause und auf einmal waren die Ohren auch schon rangenäht.

Die Augen habe ich dann per Hand aufgestickt, da ich bei Perlen zu viel Angst hatte, dass der Kleine sich daran verschlucken könne.

Stoff: Kuscheldecke, sowie Elefantenstoff vom örtlichen Stoffladen 

Schnitt: Elefant von Stefanie Perlenfee

Marmeladenzeit

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Ein Produkttest für Gelierzucker – das hat mir gefallen. Ich mag es grundsätzlich lieber, Dinge selbst herzustellen, anstatt alles fertig zu kaufen. Ich bin nicht der große Marmeladenfan, aber wenn sie selbstgemacht ist, finde ich diese gerne auf meinem Brötchen. Vorzugsweise auf einem knackigen, noch warmen Toast oder zusammen mit Hüttenkäse, dann ist´s sogar nachtischwürdig – mmmhhhhmmmm!

Dummerweise habe ich mir ja nun den Oberarmkopf gebrochen und konnte nicht wirklich testen. Zum Glück (wie so oft) gibt´s meine Mama, die für mich den Test mit Erdbeeren durchgeführt hat! Das Endprodukt ist total lecker, hat genau die Konsistenz, die ich mag und besticht durch eine reizvolle, vielversprechende rote Farbe. Außerdem ging die Herstellung zügig und einfach von der Hand.

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Nun denn, ich suche jetzt noch jemand Freiwilligen, der für mich den Dr. Oetker Beeren-Gelierzucker verarbeitet und mir davon leckere Marmelade kocht😉

Seiden-Mousse Pflegedusche von Nivea

Ein neuer Produkttest! Einer, den ich mit unter die Dusche nehmen konnte. Einer von dem ich wirklich angetan bin.

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Die seidigste Pflegedusche von NIVEA

Die neuen NIVEA Seiden-Mousse Pflegeduschen vereinen milde Reinigung mit seidiger Pflege und verwöhnen die Haut mit der einzigartigen Formel mit Seidenextrakten. Die weiche und milde Textur der #SeidenDusche pflegt und reinigt die Haut besonders sanft. So sorgt es für einzigartige Pflege und einen verwöhnenden Duschmoment.
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So die Beschreibung von Nivea, der ich zustimmen kann. Es macht Spaß den Schaum zu benutzen, er fühlt sich beim Verteilen schon toll an. Auch nach der Dusche bleibt ein samtig-weiches Hautgefühl. Der Geruch ist dezent und nicht aufdringlich, also ein voller Erfolg. Ich kann es nur weiter empfehlen.

Bücherliste Juni

Trotz EM hat es diesen Monat richtig gerappelt. Das lag unter anderem daran, dass man ganz gut lesen kann, wenn man krank geschrieben ist.

Stephen King – Der Fluch

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Inhalt:

Billy Halleck fühlt sich wohl im amerikanischen Traum: Er ist ein erfolgreicher Anwalt, liebt seine Frau und seine Tochter – und gutes Essen. Er ist viel zu dick. Dann fährt er eine alte Zigeunerin tot. Und wird, als er vor Gericht straflos davonkommt, von ihrem Vater verflucht. ‚Dünner‘, flüstert der uralte Mann und streicht dem dicken Anwalt fast zärtlich mit einem Finger über die Wange. Von diesem Tag an nimmt Billy ab, trotz der wie üblich riesigen Essensportionen. Seine anfängliche Freude darüber verwandelt sich in Angst und bald Panik, als er sich immer mehr dahinschwinden sieht. Und schließlich ist er so verzweifelt, dass er sich auf ein letztes gefährliches Spiel einlässt.

Mein Eindruck:

Wie von einem King nicht anders zu erwarten wieder ein spannendes Buch, welches sich beinahe von selbst liest. Die Geschichte ist mystisch angehaucht, was man natürlich mögen sollte. Immer und immer wieder fasziniert mich der Erzählstil Kings, der die Augen einfach spielend leicht durchs Buch führt. Mit das Beste am Buch ist meiner Meinung nach das Ende.

Nele Neuhaus – Mordsfreunde

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Inhalt:

Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde – und von einigen Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?

Mein Eindruck:

Der zweite Fall für die Ermittler Kirchhoff und Bodenstein. Eigentlich war ich ein wenig weggekommen von solchen Buchreihen. Doch diese gefällt mir bereits nach dem zweiten Buch so gut, dass ich vermutlich alle Bände lesen werde. Die auftretenden Figuren sind wieder sehr komplex, man benötigt einen Moment, um sich mit allen vertraut zu machen und sie an die richtige Stelle zu stecken, aber das lohnt sich. Viele Entwicklungsstränge bei gleichbleibender Spannung inklusive Aha-Effekten. Das kann nicht jeder – das macht Spaß!

Stephen King – Vom Leben und Schreiben

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Inhalt:

Während der Genesung nach einem schweren Unfall schreibt Stephen King seine Memoiren – Leben und Schreiben sind eins. Ein unverzichtbarer Ratgeber für alle angehenden Schriftsteller und eine Fundgrube für alle, die mehr über den König des Horror-Genres erfahren wollen. Ein kluges und gleichzeitig packendes Buch über gelebte Literatur.

Mein Eindruck:

Wow! Als bekennender King-Fan durfte ein Buch über den Autor selbst natürlich nicht in meiner Sammlung fehlen und es war wahsinnig interessant Dinge zu erfahren, von denen ich bis dato noch nichts wusste – von dem Mann hinter den Büchern, seiner Kindheit, Jugend, Probleme und unschönen Seiten. Besonders gefiel mir der Bezug von Lebenssituation zu gleichzeitig geschriebenem Buch. Wenn man diese Bücher bereits gelesen hatte, konnte man sich teilweise vorstellen, wie King auf den Inhalt des Buches kam und was ihn zum Schreiben bewegte. Außerdem lässt ihn das Buch unglaublich sympathisch erscheinen, eine Story die „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ gleicht.
Der andere Teil des Buches bringt dem Leser das Schreiben näher und gibt angehenden Schriftstellern Tipps und Tricks. Auch das war äußerst interessant zu lesen, da ich nun die Kunst seines fesselnden und einfachen Schreibens besser zu verstehen glaube. Ein tolles, ehrliches Buch von und über einen grandiosen Schriftsteller.

Stephen King – Sie

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Inhalt:

Schriftsteller Paul hat seine Serienheldin Misery sterben lassen. Nach einem Autounfall hält die Krankenschwester Annie – Pauls „größter Fan“ – den verletzten Autor gefangen und zwingt ihn weiterzuschreiben.

Mein Eindruck:

Herrje! Jeder kennt zumindest den Film, wenn nicht sogar das Buch dieses Meisterwerks. Warum um alles in der Welt hatte ich es noch nicht gelesen? Es war wie eine Droge, ein Rausch der mich von Seite zu Seite mehr gefangen nahm, mich erschauern ließ, Gänsehaut und Ekel verursachte und mich so nah ans Geschehen brachte, dass ich mich förmlich mit bei Annie eingesperrt fühlte. Eines der Bücher, die mich wirklich TOTAL geflasht haben. Besser spät als nie. Wahnsinn!

Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher

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Inhalt:

Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!

Mein Eindruck:

Ich gebe zu, Fantasyromane sind eigentlich nicht mein Ding. Dieses Buch jedoch bildet eine riesengroße Ausnahme! Wie wundervoll ist die Phantasie, die dieses Buch erschaffen hat? Genau dies macht den Zauber des Lesens aus, nicht viele Bücher können dieses Gefühl so gut transportieren wie die Geschichte um Hildegunst von Mythenmetz. Abenteuer, Spannung, Welten, die so toll beschrieben sind, dass detailreiche Bilder vor dem inneren Auge entstehen: alles dabei! Das Buch hat mich sprichwörtlich verzaubert. Ich werde es fortan jeder Leseratte empfehlen, es verschenken und nie aufhören, davon zu schwärmen. Wunderschön!!

Stephen King – Das Spiel

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Inhalt:

Gerald und Jessie Burlingame haben sich in ihr einsames Sommerhaus zurückgezogen. Gerald möchte dem eintönigen Eheleben etwas Schwung verleihen und fesselt seine Frau ans Bett. Jessie hält gar nichts von den neuen Sexspielchen ihres Mannes und versetzt ihm einen Tritt – mit für ihn tödlichen Folgen. Mit Handschellen ans Bett gefesselt, beginnt für Jessie ein quälender Albtraum: Nachts bekommt sie unheimlichen Besuch …

Mein Eindruck:

Es mag nichts Neues mehr sein, aber wieder muss ich zu einem King sagen: Wow! Welch abtraumhafte Situation wird hier geschildert? Und vor allem: wie wird sie geschildert? Die Protagonistin Jessie wird so tief beleuchtet, dass keine Seite des Buches langweilig erscheint, obwohl sie von Anfang bis Ende in der gleichen Ausgangssituation steckt. Durch verschiedene „Alter Egos“ spürt man ihre Zerissenheit, die Beleuchtung der Vergangenheit lässt den Leser die Frau sowohl näher kommen, als auch viel besser verstehen. Die Ängste, die sie plagen, wie z.B. Urängste vor der Dunkelheit werden so detailgetreu geschrieben, dass sich beim Lesen alle meine Glieder verspannten und der Atem automatisch flacher wurde. Details über Verletzungen gehen soweit, dass ich bei einem Film weggeschaut, bei dem Buch aber mit Übelkeitsgefühl im Bauch weiterlesen musste. Wieder hielt King mich von der ersten zur letzten Seite gefangen und dreht in der Endphase durch Einknöpfen einer anderen „Geschichte“ nochmal richtig auf.

Brian Clegg – Die Vermessung des Körpers

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Inhalt:

Der Körper ist das faszinierendste System, das die Evolution hervorgebracht hat. Brian Clegg lädt ein zu einer wissenschaftlichen Expedition durch dieses Wunder der Natur. Von der Biochemie der Liebe bis zum Funktionieren unserer fünf Sinne. Von unseren fleißigen Untermietern, den Billionen Bakterien, die in und auf uns leben und ohne die wir aufgeschmissen wären, bis zur Fähigkeit unserer Augen, Milliarden Jahre in die Vergangenheit schauen zu können. Auf seine unnachahmliche Weise, gespickt mit britischem Humor und vielen Mitmach-Experimenten trägt Clegg all das zusammen, was Sie schon immer über Ihren Körper wissen wollten – und lehrt uns, wieder über seine Fähigkeiten zu staunen.

Mein Eindruck:

Wenn man sich erst einmal durch Elektrone, Atome und Protone durchgelesen hat, ist das Buch zwar immer noch wissenschaftlich, doch auch amüsant und eingängig beschrieben. Verweise zu Experimenten, die man selbst durchführen kann, lassen einen spielerisch lernen. Keine leichte Kost, aber ein Buch mit dem ein oder anderen Aha-Effekt über uns selbst, den Mensch.