Geldgeschenke basteln

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Jeder wünscht es sich, niemand schenkt es gerne: Geld. Solltet ihr mal wieder in Verlegenheit kommen, Geld zu verschenken habe ich hier eine kleine Idee für euch, ein Holzbrettchen mit beliebigem Nagel-Motiv. Ob der Beschenkte es nach Entfernung des Geldes weiterverwenden will oder entsorgt, ist dann natürlich ihm überlassen, aber es sieht hübscher aus, als ein plumper Umschlag.

Was ihr braucht:
• Stück Holz (ich habe ein Frühtstücksbrettchen gekauft)
• Hammer
• Nägel
• Garn
• Aufhänger (nach Belieben)

Uebersicht

Als erstes überlegt ihr euch ein Motiv, welches ihr auf das Holzstück bringen wollt. Ich habe mich für ein Herz enstcheiden, welches ich mir als Schablone ausgeschnitten und mit Bleistift auf das Frühstücksbrettchen übertragen habe. Man könnte beispielsweise auch Buchstaben “nageln”, der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Dann schlägt man einfach in gleichmäßigen Abständen Nägel in das Brett.

Nagel

Nun nimmt man das Garn, befestigt es an einem Nagel mit einem Knoten und beginnt es wild um die Nägel zu führen, damit ein schönes Muster entsteht. Wieder am Anfang angekommen gibt es noch einen Knoten, Enden abschneiden, fertig!

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in die Zwischenräume der Nägel kann man nun wunderbar das zu verschenkende Geld einfädeln.

Guten Morgähn!

Diese Tage, die eigentlich noch mitten in der Nacht beginnen.
Du hast das Gefühl, dass Du gerade erst ins Reich derTräume hineingeglitten bist, schon ertönt der Wecker. Noch mit geschlossenen Augen und ins Kissen gedrücktem Gesicht denkst knurrend „Wie bitte, das kann doch nicht sein!“ Im Kopf drohen die letzten Fetzen des Traums davon zu fliehen. Nein! Das darfst Du nicht zulassen. Wofür wurde die Snooze-Taste denn erfunden?
Also schnell mit halbgeöffnetem Auge den Wecker erneut in einen Fünf-Minuten-Schlaf schicken und den laufenden Traum ordentlich abarbeiten. Doch was ist das? Da klingelt er doch schon wieder, das freche Ding! Diese Szene wiederholt sich gerne mehrere Male, bis Du der bitteren Realität ins Auge sehen musst und gerädert aufstehst. Es ist jedoch mehr ein Fallen, denn ein Aufstehen und auch die errischend anmutende Dusche mag Dich nicht so wirklich in den Tag geleiten.
Wie ein ferngesteuerter Zombie laufen die typischen morgendlichen Rituale automatisiert ab, bis du dich an Deinem Schreibtisch wiederfindest. Das darf doch alles nicht wahr sein oder? Wo ist die Nacht hin? Vermutlich bist Du nach dem Einschlafen schalfwandelnd durch die Nacht gewandert, hast ein Haus gebaut und bist einen Halbmarathon gelaufen. Sehr gut, dann war das ja immerhin genug Bewegung für heute, sinnierst Du, als Du die Kaffeetasse an Deine Lippen führst und das braune, flüssige Gold Deine Lippen berührt.

Jetzt wird alles gut!

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No. 14 | 365 Wunschgedanken

twitter

„Es gibt tausend Gründe, sich nicht zu ärgern. Meist genügt aber ein einziger, um das Gegenteil zu machen.“

Mir geht es gut. Ich bin gesund, ich habe einen Job, ich habe Freunde, ich führe ein spannendes Leben. Es soll eine tolle Woche werden, mit frühlingshaften Temperaturen und Sonne. Die Voraussetzungen für gute Laune scheinen perfekt. Aber ich habe eine Entscheidung zu treffen, die eigentlich lächerlich ist und mich trotzdem dazu bringt, heute nicht gut drauf zu sein. Am WE steht ein wundervolles Twittertreffen vor der Tür, für das man wirklich nur schwer Tickets bekommt. Drei Anläufe dorthin zu fahren, habe ich bereits hinter mir. Dieses Mal hat es endlich geklappt. Ich habe ein Ticket, es kommen tolle Menschen, die ich teilweise schon kenne und teilweise sehr gerne mal kennenlernen möchte. Alles ist im Kopf geplant, alles scheint gut. Dann flattert eine Einladung in meinen Briefkasten. Meine Freundin wird dreißig und feiert natürlich genau an diesem Tag ihren Geburtstag. Ich habe die Entscheidung von Tag zu Tag von mir geschoben. Doch langsam wird es mehr als akut, da ich für Menschen auf der Warteliste immerhin einen Platz blockiere und es dem Orga-Team gegenüber auch nur fair finde, bescheid zu geben. Und obwohl ich mich gegen das Treffen entschieden habe, konnte ich meine Absage noch nicht schreiben. Endgültigkeit. So bin ich heute einfach nicht mit der besten Laune gesegnet und hoffe immer noch auf ein Last-Minute-Wunder, welches mich zu dem Treffen bringt.
Dabei sollte ich generell noch ein breites Grinsen auf den Lippen haben, da ich gestern aus Erfurt heimgekehrt bin, wo ich auch bereits ein kleines Twittertreffen besucht habe, dort tolle Menschen kennenlernen durfte und viel Spaß hatte. Genau das könnte aber auch der Grund dafür sein, dass ich das am kommenden Woche gerne wieder hätte.
Parallel bekomme ich eine Nachricht meiner Mutter, die mich zum verspäteten Osteressen einladen möchte, in mein absolutes Lieblings-Restaurant. Am Mittwoch, an dem ich schon bei einer Freundin eingeladen bin. Ey Termin-Gott, was soll´n das!?? Meine Laune sinkt weiter, während sich um mich herum lustig gemacht wird. „Tja, bist halt gefragt, das ist dein Schicksal“. Jaja, haha. Dabei versuche ich eben es möglichst vielen lieben Menschen Recht zu machen. Dabei bleibe leider auch ich mal auf der Strecke.

Und so habe ich gerade eigentlich viel Grund zur Freude, dekoriere mein Gesicht heute jedoch dennoch mit keinem Lächeln.
Unzufriedene Luxusproblem-Gesellschaft.

No. 13 | 365 Wunschgedanken

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„Die Lieblingsbeschäftigung glücklicher Menschen: Freude verbreiten“

Sonnenkitzeln. Auf der Nase, auf der Haut, im Herzen. Was so ein bisschen Licht und Wärme doch in uns bewirkt. Werde ich mit einem Sonnenstrahl durch die halbgeschlossenen Jalousien geweckt, hüpfe ich beinahe aus dem Bett, tänzel ins Bad und summe Gute-Laune-Lieder vor mich hin. Gerade im Frühling ist dieses Phänomen noch besonders deutlich spürbar, dieser Aufschwung nach der langen, grauen, tristen, kalten Zeit. Der Wechsel im Kleiderschrank, die dicken Winterpullis, die man schon wochenlang nicht mehr sehen kann, weichen den luftigen, bunten Shirts. Die Stiefel werden in die Ecke geworfen und endlich wieder durch Chucks ersetzt. Das Leben ist schön, obwohl sich außer dem Wetter nichts geändert hat. Nichts? Doch. Unser Gemüt, unsere Einstellung zum Tag und der Umgang damit. Tatenlos auf der Couch sitzen, führt nun zu schlechtem Gewissen. Aufbruch, Aktivität, Hoffnung, das ist es, was uns gefehlt hat. Ich bin glücklich, ich laufe durch die Straßen, verschenke verschmitztes Lächeln und offene Augen. Anders als im Winter ernte ich dafür des Öfteren genau dasselbe: Die Freude scheint allgegenwärtig.

Es ist Frühling!

No. 12 | 365 Wunschgedanken

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„Wir sollten unsere Fühler möglichst oft ausstrecken. Nach außen – und nach innen“

Krisen – oft steckt man von heute auf morgen plötzlich drin. So denkt man zumindest. Meist zeichnet sich dies aber viel länger ab. Bis man aber so weit ist, sich dessen bewusst zu werden, ist es kein einfacher Weg. Zu oft habe ich es bereits bei mir selbst oder auch im Freundes- und Bekanntenkreis erlebt. Du funktionierst, alles läuft irgendwie so dahin, scheint zu funktionieren bis meist nur irgendeine Kleinigkeit schief läuft und prompt ein Kartenhaus zusammenzustürzen scheint.

Alles ist anders, die Kraft ist weg, die eigene Energie fließt aus einem imaginären Loch aus dir heraus, du siehst dich mit hängenden Schultern auf dem Boden sitzen und würdest einfach gerne fliehen. Weg von den Problemen, von deinem Leben, von all den Mitmenschen und Gegebenheiten!
Vielleicht warst du jahrelang für andere da, hattest immer ein offenes Ohr für alle, hast geholfen und vermittelt, wo du nur konntest. Das machte dir nichts aus, du hast das gern gemacht. Ich bin selbst mit einem Helfersyndrom „gesegnet“ und weiß, dass man davon nicht so leicht abkommt. Will ich auch oft einfach nicht, da es mich zu dem Menschen macht, der ich bin und den ich mag. Jedoch hast du über die komplette Zeit dich selbst vergessen. Der Moment des Zusammenbruchs war unweigerlich und in der Schwebe stand letztendlich nur der Zeitpunkt, wann es so weit ist.

Dein Lebensweg geht nicht gerade ohne Steine oder Steigungen an den schönsten Landschaften vorbei. Das wäre doch auch langweilig. Wichtig ist, dass du ihn mit Bedacht gehst, dich umschaust und immer mal wieder die Frage stellst: Laufe ich hier noch richtig oder sollte ich vielleicht den kleinen ungemütlichen Pfad dort an der Ecke nehmen um zu sehen, wo der mich hinführt? Auch wenn der ganze Weg voller Hinweisschilder, Meinungen und guter Ratschläge gepflastert ist – außer dir wird ihn niemand gehen, daher solltest auch du allein entscheiden, wo die Reise hinführt.

Mein Leben als Teilzeitvegetarier – Woche 6 FIN!

25.03.
Meine Kollegin ist umgezogen und hat mich zur Wohnungsbesichtigung eingeladen. Sie wusste von meiner Fastenaktion, weshalb es direkt von ihr aus fleischloses Abendessen gab. Spinat, Kartoffeln und Ei. So einfach – so gut!
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28.03.
Catering für Konzert des Freundes unterstützt. Neben süßen Köstlichkeiten gab es als Hauptspeise Chili, ebenso in vegetarischer Variante. Perfekt für mich und vom Geruch her sogar ansprechender als die Fleischversion. Zusätzlich habe ich zum Naschen und Knabbern noch Tomate/Mozzarella und Karotten und Gurken mit Dipp geschnippelt. Lecker.

01.04.
Geburtstag meiner Mama und Nachfrage, was ich denn gerne essen möchte. Für mich bitte keine Extra-“Wurst” (hihi, Wortspiel). Es gibt immer vegetarische Beilagen, ich wäre schon satt geworden, habe dennoch Extra-Salat bekommen und von der Fleischsoße genossen, ohne dass Fleisch drin war. Hmmmm.

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Und dann? Dann war Ostern! Im Restaurant gab es das einzig logische für mich: Rumpsteak! Doch trotz des Fleischentzugs, war das nicht die erwartete Erfüllung. Auch Ostermontag war ich essen und habe mir in der Pizzeria ein Schnitzel bestellt (jaja, sowas isst man da nicht, aber ich wollte richtiges Fleisch!) und auch da war meine Reaktion eher verhalten. Schlimmer noch, mir wurde sogar latent übel. Ich glaube, ich muss mich wieder ein wenig daran gewöhnen, so passierte es mir gestern beim Bäcker auch, dass ich das Käsebrötchen erst ohne Speck bestellen wollte (die Macht der Gewohnheit) und hier muss ich sagen: Es war ein Fest! Die saftigen, knackigen Speckstückchen…. hmmmmmmm! Ich kann wirklich gut ohne Fleisch: aber ganz darauf verzichten möchte ich nicht!